Altötting/Mühldorf – Eine Bilanzsumme von 3,59 Milliarden Euro steht für die VR meine Raiffeisenbank eG für das Jahr 2018 zu Buche. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Steigerung von 4,9 Prozent. Die Gewinn und Verlustrechnung weist einen Jahresüberschuss von 21,5 Millionen Euro aus, davon fast fünf Millionen aus Tochterunternehmen, wie etwa der Touristik.
Von einem angesichts der Rahmenbedingungen in der Branche sehr erfolgreichen Geschäftsjahr 2018 sprach Vorstandsvorsitzender Wolfgang Altmüller auf der 114. ordentlichen Vertreterversammlung der VR meine Raiffeisenbank eG im Kultur- und Kongressforum Altötting.
Aufsichtsrat bestätigt sehr gute Entwicklung
Sicherlich seien die Spannen beim Betriebsergebnis, wie man sie vor 10 bis 15 Jahren noch hatte, aktuell nicht mehr realisierbar, dennoch könne sich das Ergebnis sehen lassen.
Dem Wunsch des Kunden nach einer 24-Stunden-Verfügbarkeit für einfache Geschäfte Rechnung zu tragen und gleichzeitig die Nähe und Erreichbarkeit von Personal andererseits, seien weitere Erfolgspfeiler des Instituts, so der Vorstandsvorsitzende. Ein erfolgreiches abgelaufenes Geschäftsjahr bescheinigte auch der Aufsichtsratsvorsitzende Peter Schacherbauer in seinen Ausführungen.
Er sprach von einer „sehr guten Entwicklung“ und einer „nachhaltigen Geschäftspolitik des Vorstands“, die dazu geführt habe, dass die VR meine Raiffeisenbank auch für die Zukunft hervorragend positioniert sei.
Rang vier in Bayern, Platz 44 in der BRD
Er empfahl der Vertreterversammlung die Feststellung des Jahresabschlusses 2018 und die Zustimmung zur Verwendung des Überschusses, die der Aufsichtsrat geprüft und für in Ordnung befunden habe, wie folgt: Zuführung von 2,5 Millionen Euro an die gesetzliche Rücklage, 15 Millionen Euro an andere Ergebnisrücklagen und die Verwendung des Bilanzgewinns von knapp über vier Millionen Euro zur Dotierung anderer Ergebnisse.
Die Feststellung erfolgte mit dem Votum der 257 anwesenden Vertreter einstimmig, bei der Gewinnverwendung gab es eine Enthaltung. Die von Steuerbera-
ter und Wirtschaftsprüfer Thorsten Schraer vom Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband vorgeschlagene Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat erfolgte ebenfalls einstimmig. Aktuell liegt die VR meine Raiffeisenbank eG in Bayern unter etwa 300 Genossenschaftsbanken an vierter Position, deutschlandweit belegt das Bankhaus Rang 44 unter 900 genossenschaftlichen Instituten. Wobei Größe allein kein Qualitätsmerkmal sei, so Altmüller. Allerdings brauche man die Größe, um Kosten skalieren zu können, die durch die notwendige und teure Technik entstünden. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 529 Mitarbeiter, bildet 17 Nachwuchskräfte aus. Das zu erwartende Ergebnis für 2019 stufte Altmüller auf das Niveau des Ergebnisses von 2018 ein. Der bisherige Verlauf entspreche dieser Prognose und wenn nichts Außergewöhnliches passiere, könne man diese Zahlen wieder erreichen. Die kritische Anmerkung eines Vertreters, dass die VR meine Raiffeisenbank im Landkreis Mühldorf zu wenig präsent, beziehungsweise im Gespräch sei, nahm der Vorstandsvorsitzende sehr ernst. So kam aus der Vertreterschaft der Vorschlag, angesichts des Überschusses von 21 Millionen, zum Beispiel ein Kreditangebot zur Baufinanzierung junger Leute aufzulegen. Altmüller dankte für die Anregung, gab aber zu bedenken, dass man dafür ein wesentlich größeres Volumen zur Verfügung stellen müsse. „Dennoch müssen wir hier unsere Hausaufgaben machen und Gas geben“, so Altmüller.