AlzChem stellt Umweltbericht vor

von Redaktion

2018 wurden 9,8 Prozent weniger Kohlenstoffdioxid ausgestoßen als im Vorjahr

Trostberg – Der Trostberger Spezialchemiehersteller AlzChem hat seinen Emissionsbericht für das Jahr 2018 vorgestellt. Die Umwelterklärung gilt auch für die Standorte des Unternehmens in Schalchen, Hart und Waldkraiburg. Das Chemieunternehmen unterrichtet damit die Öffentlichkeit über den ordnungsgemäßen Betrieb der Abgasverbrennungsanlage (AGV) für den Chemiepark Trostberg.

Grenzwerte unterschritten

Wie in den vergangenen Jahren wurden 2018 die vorgeschriebenen Grenzwerte kontinuierlich überwacht. Es kam zu keiner Überschreitung der Tagesmittelwerte, teilt AlzChem mit.

In der Verbrennungsanlage entsorgt AlzChem Abgase und Chemiewässer, die in den Betrieben des Trostberger Chemieparks anfallen. So würden unnötige Transporte von Sonderabfällen vermieden. Die Umweltschutzaufwendungen am Standort Trostberg betrugen 2018 knapp 13 Millionen Euro. Wie das Unternehmen mitteilt, wurden 2018 in Trostberg knapp 260000 Tonnen Rohstoffe verarbeitet; rund 80 Prozent davon lieferten die AlzChem-Standorte Hart/Alz und Schalchen. Der Strombedarf lag 2018 bei rund 89 Gigawattstunden. Etwa 35 Prozent seines Brennstoffbedarfs deckt der Standort mit Erdgas; davon fünf Prozent mit Heizöl und 57 Prozent mit Carbidofengas, das in Hart als Nebenprodukt anfällt. Reaktionswärme aus der Produktion nutze man zur Gebäudeheizung und Warmwasseraufbereitung. Etwa 22,6 Millionen Kubikmeter unbelastetes Kühl- und Regenwasser werde in die Alz eingeleitet, dazu 46245 Kubikmeter gereinigte Abwässer. Die im Genehmigungsbescheid festgelegten Grenzwerte wurden 2018 eingehalten beziehungsweise unterschritten, etwa bei Phosphor, wo die Grenze bei zwei Milligramm pro Kubikmeter Wasser liege – AlzChem habe diesen Wert trotz steigender Jahresfracht auf 0,5 Milligramm je Kubikmeter unterschritten.

Kohlenstoffdioxid (CO2) wurde im Vergleich zu 2017 um 9,8 Prozent weniger ausgestoßen. In drei von 19 durchgeführten Emissionsmessungen sei 2018 eine Überschreitung des Grenzwerts festgestellt worden, die Ursachen jedoch gefunden und Maßnahmen zur Behebung eingeleitet. Zu keiner Zeit habe es eine Gefährdung für Mensch und Umwelt gegeben.

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