Pittenhart/Obing – Die Geschäftsentwicklung der Raiffeisenbank Chiemgau-Nord-Obing eG im vergangenen Jahr war laut Bericht von Vorstandsvorsitzendem Franz Bachmayer auf der diesjährigen Generalversammlung in Obing „immer noch sehr zufriedenstellend“, trotz der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Die Bilanzsumme stieg von 261 Millionen Euro (2017) auf 273 Millionen Euro, ein Plus von rund 4,5 Prozent. Die Summe der Kundeneinlagen erhöhte sich von 199,9 Millionen Euro auf 209 Millionen Euro ebenfalls um 4,5 Prozent. Die Ausleihungen an Kunden wuchsen um 6,6 Prozent auf 145,4 Millionen Euro. Nach Vorwegeinstellung in Rücklagen konnten rund 341000 Euro als Bilanzgewinn ausgewiesen werden, damit allerdings einiges weniger als im Geschäftsjahr 2017 mit rund 498000 Euro Bilanzgewinn.
Der Jahresabschluss 2018 wurde von der Generalversammlung genehmigt. Ebenso wurde dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns zugestimmt, und zwar in die Zuführung in Rücklagen und in die Zahlung einer Dividende von vier Prozent an die Mitglieder.
Bei den turnusgemäßen Nachwahlen wurden Theresia Kraus aus Pittenhart und Stefan Berger aus Seeon in den Aufsichtsrat wiedergewählt.
Den Wunsch des Vorstands, potenzielle Aufsichtsratsmitglieder künftig schriftlich im Vorfeld der Versammlungen einzureichen, lehnte die Mehrheit der Anwesenden teilweise als „undemokratisch“ ab.
Altersgrenze für Aufsichtsräte bleibt
Es bleibt dabei, dass Kandidaten unmittelbar aus der Versammlung benannt werden. Weiter sollen Mitglieder wieder persönlich und schriftlich zur Versammlung eingeladen werden und von der Veranstaltung nicht nur beispielsweise aus dem bayerischen Genossenschaftsblatt erfahren. Mitunter sorgten Vorschläge und Abstimmungen zu regen Diskussionen während der Versammlung.
Die erforderliche Dreiviertelmehrheit für eine Satzungsänderung zur Altersgrenze für Aufsichtsräte kam nicht zustande: Weder kommt es zur vom Vorstand selbst vorgeschlagenen Anhebung der Grenze von 65 auf 67 Jahren (dafür stimmten 128 von 318 gültigen Stimmen), noch zu einer generellen Aufhebung der Altersgrenze (dafür stimmten 190 Mitglieder), wie es einige Mitglieder vorschlugen. Es bleibt damit bei einer Grenze von 65 Jahren. sen/igr