Töging – Was hat Dosiertechnik, wie sie bei ViscoTec in Töging entwickelt und am Weltmarkt vertrieben wird, mit täglich genutzten Produkten der Konsumenten zu tun? Ob Auto, Fernseher oder Küchenmaschine: Es ist sehr gut möglich, dass bei der Herstellung dieser Güter Töginger Technologien zum Einsatz kamen.
Beim jüngsten, internationalen Innovationstag in der Töginger Firmenzentrale, wo derzeit rund 200 Mitarbeiter beschäftigt sind, gab ViscoTec einen Einblick in die Vielfalt der Anwendungen. Knapp 4000 Experten aus 32 Ländern kamen dazu in den Kreis Altötting, wo man sich bereits im Bayerischen Chemiedreieck befindet. Im Fokus stand, wo und in welchen Branchen moderne Dosiertechnik in Zukunft besonders gefragt ist, etwa in der Elektromobilität und in der Medizintechnik.
Dort kommen Dosiertechniken aus Töging schon länger zum Einsatz. Ein Novum ist, dass sehr kleine Pumpen inzwischen auch im 3D- Druck von menschlichen Zellen Anwendung finden.
Teil der Herstellung menschlicher Zellen
An der TU München forscht man im sogenannten CANTER-Verbund an Technologien, die es in Zukunft ermöglichen, im Labor Gewebeersatzmaterialien herzustellen. Das Besondere: Die Zellen sind individuell auf die Bedürfnisse der betroffenen Patienten abgestimmt. Zur Anwendung kommt bei CANTER unter anderem der 3D-Druck mithilfe von ViscoTec-Dosierpumpen. In Töging stellten Experten jetzt erneut Ergebnisse vor, die aus der Kooperation zwischen Ingenieuren, Medizinern und Naturwissenschaftlern aus Forschung, Lehre und auch aus dem klinischen Bereich entstanden sind.
In nahezu jeder Branche wird etwas verklebt, vergossen oder muss etwas exakt dosiert werden. Im Ergebnis entstehen zum einen sofort einsetzbare Produkte wie etwa mit Gel befüllte Spritzen, die Zahnärzte im täglichen Praxisalltag einsetzen. Zum anderen kommen ViscoTec Dispenser, Dosier- und Abfüllpumpen immer dort zur Anwendung, wo es gilt, viskose Materialien aufzutragen und zu applizieren. Ein Beispiel dafür findet sich auch im Fahrzeugbau. Ein Großteil der im Auto verbauten Komponenten besteht aus mehreren Bauteilen, die hohen thermischen und mechanischen Belastungen unterliegen.
Töginger Pumpen
im Fahrzeugbau
Dort, wo früher die klassischen Papier- oder Gummidichtungen dafür sorgten, dass ein Getriebe kein Öl verliert oder ein Zylinderkopf dicht sitzt, kommen heute moderne Materialien zum Einsatz. In flüssiger Form auf einem Bauteil aufgetragen, erreichen Automobilbauer damit dieselben und bessere Dichteigenschaften bei Getrieben und Motoren. Weit weniger spektakulär – aber nicht minder entscheidend für die Qualität eines Fahrzeugs – sind Dichtungen an allen Türen, Fenstern und am Kofferraum. Wer einen Blick in die automatisierten Fertigungsanlagen der Automobilbauer wirft, findet dort nicht selten Roboter, die bei näherem Hinsehen mit Dispensern und Pumpen der Firma ViscoTec ausgestattet sind, die eben diese Dichtmasse am Fließband an den Karosserien auftragen. Exakt, punktgenau und im Akkord. Auch im Wohnzimmer und in der Küche sorgen diese Technologien dafür, dass TV-Sender empfangen werden oder die Küchenmaschine mixen, rühren und kneten kann. Denn damit die in den Geräten verbauten Platinen eine lange Lebensdauer haben, werden deren millimeterkleinen Bauteile mit einer Wärmeleitpaste versehen – mittels Technik aus Töging.