Rosenheim – Die Arbeitslosenquote im Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit Rosenheim (Stadt und Landkreis Rosenheim, Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen, Kreis Miesbach) sinkt zum Halbjahr auf ein historisches Tief von 2,1 Prozent, heißt es anlässlich des neuen Arbeitsmarktreports vom Juni. „Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk zeigt sich dynamisch“, sagt Dr. Nicole Cujai, Leiterin der Rosenheimer Arbeitsagentur. „Im Betrachtungszeitraum vom 14. Mai bis 13. Juni haben sich insgesamt 2190 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Dem gegenüber standen 2370 Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit.“
Bezirk: Aktuell sind
5190 Stellen offen
Die Zahl der Arbeitslosen sei im Vergleich zu 2018 um 180 auf 6510 Betroffene zurückgegangen. „Der Wert ist so niedrig wie zuletzt vor knapp 30 Jahren.“ Gleichzeitig hätten Arbeitgeber im Mai 1010 offene Stellen gemeldet, davon 970 sozialversicherungspflichtig und 810 sofort zu besetzen.
Aktuell stünden im Bezirk 5190 Stellen offen, die meisten in Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung (1460), gefolgt von Gesundheit und Soziales, Lehre und Erziehung (880), kaufmännische Dienstleistungen, Handel, Vertrieb, Tourismus (870). Das Schlusslicht mit 710 offenen Stellen bilden Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit.
Stadt Rosenheim: 1277 Bürger arbeitslos
Die Stadt Rosenheim weist im Juni eine Arbeitslosenquote von 3,6 Prozent auf (0,1 Prozentpunkte weniger als im Vormonat und 0,2 Prozentpunkte weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres). Derzeit sind insgesamt 1277 Bürgerinnen und Bürger ohne Arbeit, insgesamt mehr Männer (55,3 Prozent) als Frauen (44,7 Prozent).
Von der Altersstruktur her sind die meisten Arbeitslosen 50 Jahre und älter (35,3 Prozent), 10,4 Prozent sind 15 bis unter 25 Jahre alt. Ausländer stellen einen Anteil von 37,7 Prozent. Insgesamt wechselten in den drei Berichtsmonaten in der Stadt im Schnitt 190 Personen aus einem Erwerb in die Arbeitslosigkeit; zugleich kamen im Schnitt 179 Menschen wieder in Arbeit.
1704 Rosenheimer in Bedarfsgemeinschaft
Bei den Arbeitslosen und Arbeitssuchenden, die nach Sozialgesetzbuch (SGB) III durch die Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut werden, fiel die Anzahl der Arbeitslosen um 27 auf 608. Das Jobcenter Rosenheim ist derzeit für 669 Arbeitslose und Empfänger von Grundsicherung zuständig, die in den Bereich SGB II fallen. Insgesamt betreut das Jobcenter 2138 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1704 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.
Kreis Rosenheim: Quote bleibt konstant
Im Landkreis Rosenheim sind 2884 Personen arbeitslos gemeldet, auch hier wieder mehr Männer (53,8 Prozent) als Frauen (46,2 Prozent). Knapp 43 Prozent von ihnen sind 50 Jahre und älter, die über 55-Jährigen stellen einen Anteil von 30,4 Prozent. Von April bis Juni waren im Kreis zudem im Durchschnitt 279 Schwerbehinderte arbeitslos. Der Ausländeranteil lag auf Landkreisebene bei knapp über 20 Prozent. Ähnlich hoch ist die Zahl der Landzeitarbeitslosen, sie lag zwischen April und Juni im Schnitt bei rund 605 Betroffenen (20,8 Prozent).
Insgesamt errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 2,0 Prozent, genauso viel wie im Vormonat und im Vergleichsmonat 2018. 1782 dieser Arbeitslosen sind bei der Hauptagentur in Rosenheim gemeldet, 31 weniger als im Vormonat. Darüber hinaus kümmert sich das Jobcenter Landkreis Rosenheim um 1102 Empfänger von Arbeitslosengeld II, 20 weniger als im Mai. Insgesamt betreut das Jobcenter 3187 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 2525 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.
Die Situation in den Nachbarlandkreisen
Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen weist im Juni eine Arbeitslosenquote von 1,9 Prozent aus. Die Zahl der Arbeitslosen liegt insgesamt bei 1311. Davon sind 854 Männer und Frauen, 70 weniger als vor einem Monat, in den Geschäftsstellen der Arbeitsagentur in Bad Tölz und Wolfratshausen gemeldet.
Im Kreis Miesbach gibt es derzeit 1035 Arbeitslose, die Arbeitslosenquote liegt bei 1,9 Prozent. Von den Arbeitslosen sind 677 bei der Agentur für Arbeit in Holzkirchen gemeldet, 22 weniger als im Vormonat. Für die Betreuung der ALG II–Empfänger ist der Landkreis als zugelassener kommunaler Träger zuständig. Bei diesem Jobcenter sind derzeit 358 Arbeitslose gemeldet.