Neutraubling/Rosenheim – Die gute Nachricht zuerst: Dem Rosenheimer und Raublinger Standort von Krones, dem führenden Hersteller in der Verpackungs- und Abfülltechnik, geht es gut. Nachdem der Konzern einen zweistelligen Millionenbetrag in den Ausbau der Werke investiert hatte und dort auf insgesamt knapp 60000 Quadratmetern für den Weltmarkt produziert, hält man laut einer Sprecherin die regionalen Standorte auch weiterhin für wichtige Zugpferde.
Dennoch passt die Neutraublinger Zentrale nach einer gestrigen Mitteilung das Ergebnisziel für 2019 an. Die schwierigen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen und Unwägbarkeiten, wie der ungelöste Handelskonflikt zwischen China und den USA, sowie die Diskussion über die Nachhaltigkeit von PET-Verpackungen verunsicherten auch die Kunden von Krones und lasteten auf deren Investitionsbereitschaft, so das Unternehmen. Das Umsatzwachstum im ersten Halbjahr bezeichnet Krones als „noch zufriedenstellend“. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) werde hingegen „deutlich unter den Erwartungen des Vorstands“ liegen, heißt es. Die Ertragskraft jedoch sei durch hohe Kosten, vor allem für Material, beeinflusst. Darüber hinaus wirke sich der Produktmix ungünstig auf das Ergebnis für Januar bis Juni aus.
Diskussion um PET kann Chance sein
Besonders im zweiten Quartal sei der Umsatz von Produkten mit hoher eigener Wertschöpfung, wie Maschinen und Anlagen der Kunststofftechnik, niedriger als erwartet ausgefallen. In der Kunststofftechnik bietet Krones Produkte und Dienstleistungen für die Abfüllung und Verpackung von Getränken in Kunststoffbehältern, wie PET-Flaschen, an. Die aktuelle Diskussion über PET-Verpackungen biete allerdings auch neue Chancen für innovative Lösungen. Der Vorstand habe Maßnahmen ergriffen, um den Ergebnisbelastungen entgegenzuwirken, etwa ein Einstellungsstopp und Maßnahmen zur Senkung der Materialkosten.
An den Mittelfristzielen hält Krones unverändert fest. „Je nach gesamtwirtschaftlicher Lage und Entwicklung an den Märkten des Unternehmens rechnet der Vorstand mit einem jährlichen durchschnittlichen Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent“, teilte das Unternehmen mit.