Neutraubling/Rosenheim – Die gute Nachricht schickt ein Sprecher des Neutraublinger Maschinen- und Anlagenspezialisten Krones anlässlich der durchwachsenen Halbjahresbilanz vorneweg: Dem Standort Rosenheim mit Raubling gehe es sehr gut, das Werk sei voll ausgelastet. Vor allem der Trend zu Mehrwegflaschen und die gestiegene Nachfrage nach maschinellen Lösungen komme dem Standort zugute.
Kunden sind weniger investitionsfreudig
Ansonsten belasten die Geschäfte des Mutterkonzerns die „schwierigen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen“ wie der Handelskonflikt zwischen China und den USA im ersten Halbjahr. Insgesamt verbesserte sich zwar der Umsatz von Januar bis Juni um 5,5 Prozent gegenüber 2018 auf 1,88 Milliarden Euro.
Die rückläufige Konjunktur und die unsicheren wirtschaftlichen Aussichten lasten jedoch auf der Investitionsbereitschaft der Kunden. Kompensieren konnte man dies durch ein breiteres Produktangebot, das Auftragsvolumen liege derzeit bei rund zwei Milliarden Euro (+1,2 Prozent).
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ging im ersten Halbjahr im Vergleich zu 2018 von 112,7 Millionen Euro auf 47,9 Millionen Euro zurück. Die EBT-Marge verringerte sich von 6,3 auf 2,5 Prozent. Die Ertragskraft habe unter den hohen Kosten für Material und Personal gelitten, heißt es. Darüber hinaus wirkte sich der Produktmix ungünstig auf das Ergebnis aus. Zuletzt sei der Umsatz von Maschinen und Anlagen der Kunststofftechnik niedriger als erwartet ausgefallen. Das Konzernergebnis von Januar bis Juni lag damit bei 33,3 Millionen Euro (2018: 76,9 Millionen Euro). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 1,06 Euro (Vorjahr: 2,45 Euro).
Im zweiten Halbjahr rechnet Krones mit besserem Ergebnis. Unter anderem wurde ein Einstellungsstopp beschlossen. sen