Bad Feilnbach/Stephanskirchen – Stehendes Wasser und Ablagerungen in selten benutzten Leitungen bieten den Legionellenkeimen ideale Bedingungen. Weitere mögliche Infektionsquellen außerhalb des Badezimmers: Autowaschanlagen, Springbrunnen, feuchte Gartenerde und Kompost. Wie man einer Erkrankung vorbeugt? Alle Wasser-Entnahmestellen in Haus oder Wohnung regelmäßig benutzen. „Regelmäßig heißt täglich“, sagt Experte Robert Färber und betont, dass es alle 72 Stunden der Fall sein sollte. Dies müsse man auch bei Gästezimmern oder Duschen im Keller et cetera berücksichtigen.
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Färber lässt selbst im Urlaub in Ferienwohnungen das Wasser aus allen Hähnen mindestens drei Minuten warum und kalt laufen. „Schon aus Sicherheitsgründen sollte das jeder auch machen. Die Wassernutzung kostet zudem nichts extra“, so der Experte: Denn in südlichen Ländern würde die Wasserversorgung über Hochbehälter erfolgen. „Diese können ungekühlt zu einem Legionellenpool werden“, so Färber. Finden sich in einer Wasserprobe mehr als 100 koloniebildende Einheiten (kbE) pro 100 Milliliter Wasser – das ist der technische Maßnahmenwert –, besteht eine potenzielle Gefährdung des Verbrauchers. Ab 10000 kbE – dem sogenannten Gefahrenwert – steigt das Erkrankungsrisiko deutlich. Dann sind auch gesunde Personen gefährdet, an Legionellose zu erkranken.sm