Eder: Hauptsitz bleibt in Tuntenhausen

von Redaktion

Standortgerüchte, Platznot und Erweiterung – Unternehmen investiert mehrfach

Tuntenhausen – Die Gerüchteküche rund um die Eder Unternehmensgruppe brodelt. Von Verlagerung des Firmensitzes nach Kolbermoor ist sogar die Rede. Was steckt dahinter? Die OVB-Heimatzeitungen fragten nach. Gregor Ries, Geschäftsführer der Eder GmbH, erklärte: „Eder ist fester Bestandteil von Tuntenhausen. Es bleibt auch künftig das Dahoam des Unternehmens. Eder Tuntenhausen ist einer der häufigsten Suchbegriffe auf Google bei der Suche nach den Geschäftsaktivitäten im Internet.“

Die Familie und auch die „DNA“ des Unternehmens seien über eine lange Tradition mit Tuntenhausen verbunden. „Hier sind wir ,dahoam‘, das gilt auch für mich persönlich als ,Zugereister‘. Auch ich wohne mit meiner Familie seit fast zehn Jahren in Tuntenhausen“, betont Ries. Aber: Die Eder Unternehmensgruppe befindet sich mit ihren Geschäftszweigen auf einem stetigen dynamischen Wachstumskurs. Dies hat Auswirkungen auf die Verwaltung.

Unglücklich mit Containerlandschaft

Gerade im Bereich Digitalisierung seien die Eder-Zentralbereiche zunehmend gefordert. „Daher ist es mehr als überfällig, unseren Mitarbeitern angemessene Arbeitsplätze bereitzustellen. Dies können wir in der benötigten Schnelligkeit an unserem derzeitigen Hauptstandort nicht realisieren. Wir sind mit den derzeitigen Containerlandschaften mehr als unglücklich“, so Ries. Zudem fordere das Geschäft mehr Dynamik, als das Unternehmen dies mit den derzeitigen Bebauungsmöglichkeiten realisieren könne. Deshalb wurde eines der ehemaligen Steelcase-Gebäude am Mangfallkanal angemietet. „Wir werden die Verwaltung unserer Autohäuser nach Kolbermoor verlegen, genau dorthin, wo auch das operative Geschäft mit zahlreichen Marken angesiedelt ist“, erläutert Ries. Es entspreche der Firmen-Philosophie, auch im Management nah an den Kunden und Mitarbeitern zu sein. „Hier bietet sich der Standort des Gebäudes perfekt an.“

Das Bild des Tuntenhausener Standortes ist dabei schon immer von Profitechnik geprägt, also den Bereichen wie Landtechnik, Stapler, Kommunaltechnik, Melktechnik und Fahrzeugbau. „Inzwischen hat sich aber der zur Ortsmitte ausgerichtete Bereich des Baumarktes und des Edeka-Marktes einschließlich des Cafés entwickelt. Mit den Autohäusern und Niederlassungen unterschiedlicher Geschäftsbereiche sind wir schwerpunktmäßig in Süd-ostbayern angesiedelt“, schlüsselt der Geschäftsführer auf. Die Eder Holding verbuchte im Berichtsjahr 2018 einen Umsatz von knapp 800 Millionen Euro. „Unser Geschäft betreiben wir inzwischen mit rund 2100 Mitarbeitern“, so Ries.

Zuletzt hat das Unternehmen erhebliche Investitionen in die Autohäuser getätigt. „Ein Höhepunkt war die Eröffnung von Premium Cars Rosenheim“, so Ries.

Aber auch Tuntenhausen unterliege dem Wandel. „Wir werden weitere erhebliche bauliche Investitionen gerade auch im Bereich der Profitechnik tätigen müssen. Hier ist zum einen das extrem stark wachsende Lely Center Bayern, aber auch der Bereich Eder Stapler braucht aufgrund des wachsenden Geschäfts mehr als dringend weitere Werkstatt- und Büroflächen. Wir haben hier inzwischen ein weit über die bayerischen Grenzen hinaus bekanntes Kompetenzzentrum etabliert“, betont der Geschäftsführer. Die Hausausstellungen, die sich jeweils zu einer beachtlichen Leistungsschau der Unternehmensgruppe entwickelt haben und jedes Mal Tausende von Besuchern anziehen, wird es auch in Zukunft geben.

Wurzeln gehen

bis 1487 zurück

Den Ursprung hat die GmbH in der Landtechnik. Die Wurzeln gehen ins Jahr 1487 zurück, als Tuntenhausen erstmals als Schmiedebetrieb in der Chronik erwähnt wurde. Seit 1967 um den Verkauf von Automobilen erweitert, zählen derzeit über 50 Einzelbetriebe in unterschiedlichen Geschäftsfeldern zur Unternehmensgruppe.

Heute steuern die beiden Brüder Josef und Peter Eder die Geschäfte der Eder Familienholding GmbH & Co. KG, deren Geschäftsanteile sich ausschließlich im Familienbesitz befinden. Das Geschäftsgebiet erstreckt sich von Tuntenhausen über Bayern nach Baden-Württemberg und nach Österreich. Der Eder Fahrzeug- und Maschinenbau ist inzwischen in Europa vertreten.

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