Katek SE erwirbt zwei Elektronikfirmen

von Redaktion

Ehemaliges Unternehmen der Kathrein-Gruppe auf Kurs – Vor über einem Jahr selbst von Investor übernommen

München/Grassau – Es war der Beginn des großen Ausverkaufs beim Rosenheimer Kommunikationstechnik-Spezialisten Kathrein, als dieser sich im Mai 2018 überraschend von der Katek Unternehmensgruppe trennte. Damals wie heute gehört Katek zu den führenden Elektronikdienstleistern in Deutschland und gilt als hochprofitabel. Am Hauptsitz in Grassau arbeiten derzeit, wie auch zum Verkaufszeitpunkt, rund 500 Mitarbeiter sowie weitere 330 am Produktionsstandort im ungarischen Györ.

Gekauft hat die weltweit tätige Gruppe das Münchener Beteiligungsunternehmen Primepulse (wir berichteten). Dass es Katek auch mehr als ein Jahr später wirtschaftlich gut geht, bestätigt eine Sprecherin des Investors gegenüber den OVB-Heimatzeitungen: „Das Geschäft wächst weiter, es werden Mitarbeiter gesucht.“ Die übergeordnete Katek SE, die seit Anfang des Jahres ihren Sitz in München hat, tätigte jetzt mit bebro electronic und eSystems MTG aus Bad Urach zwei Zukäufe.

Beide Firmen gehören zur Magenwirth Technologies GmbH. Momentan warte man noch auf die Zustimmung der Kartellbehörden und plane die Transaktion für Herbst, so Primepulse. Zur Katek-Gruppe gehören neben der weiterhin bestehenden Grassauer Katek GmbH bereits Steca Electronik und ETL Electrotechnik Lauter. Mit bebro und eSystems kommen nun 550 Mitarbeiter mit einer Umsatzleistung von 90 Millionen Euro hinzu.

Das Know-how beider Firmen liegt etwa auf Messtechnik, Industrie und Medizin sowie Lösungen und Systementwicklungen im Bereich Elektromobilität. Im Jahr 2017, als Katek noch zu Kathrein gehörte, erreichte die Gruppe einen Umsatz von rund 150 Millionen Euro. sen

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