Rohrdorf – 31 frischgebackene Friseurinnen und Friseure erhielten bei der Freisprechungsfeier des Rosenheimer Friseurhandwerks ihre Gesellenbriefe und damit die Eintrittskarte ins Berufsleben. Obermeister der Friseur-Innung Stefan Mashold ist stolz auf den Berufsnachwuchs. Er appellierte an die Eltern, die Jugendlichen für das Handwerk zu begeistern. Es sei der Grundstock für eine funktionierende Wirtschaft und benötige daher auch weiterhin Nachwuchs. Kreishandwerksmeister Gerhard Schloots, der die jungen Friseurinnen und Friseure mit dem obligatorischen Spruch ins Berufsleben entließ, informierte die Anwesenden darüber, dass es Entwicklungen gebe, den Bereich Kosmetik von der Friseurausbildung als eigenen Berufszweig abzuspalten.
Schloots bezeichnete dies, auch wenn das letzte Wort noch nicht gesprochen sei, als „Schwächung des Berufsstandes“. Mittlerweile sei bei der Handwerkskammer ein Umdenken da, den zurückliegenden Trend, in einigen Berufsfeldern die Meisterprüfung abzuschaffen, wieder aufzugeben. Der Meisterprüfung solle wieder mehr Bedeutung zukommen. Zu Gast bei der Freisprechung im Hotel „Zur Post“ war die stellvertretende Landrätin Marianne Loferer. Sie gratulierte den jungen Frauen und Männern zu einem „tollen Beruf“: „Sie haben die Möglichkeit, mit Ihrem Können jeden Tag Menschen glücklich zu machen.“ Sie bezeichnete den Besuch beim Friseur als „kleine Auszeit vom Alltag“. Bärbel Marx, die neue Schulleiterin der Berufsschule I in Rosenheim, gratulierte den ehemaligen Schülerinnen zur bestandenen Gesellenprüfung, ein willkommener Anlass zum Feiern, aber in der schnelllebigen Zeit kein Grund zum Ausruhen, sagte sie. Marx würdigte in diesem Zusammenhang alle, die dazu beigetragen haben, dieses Ziel zu erreichen.
Bei der Prämierung der Besten ging Savina Müller vom Ausbildungsbetrieb „Haare & mehr“ in Unterhaching als Innungssiegerin hervor. Ihr folgte Carina Wimmer, Ausbildungsbetrieb „Arzu Coiffeur“ in Vogtareuth, Zweitbeste in der praktischen Prüfung.