Sorge um Bestand der Douglas-Standorte in der Region

von Redaktion

Unternehmenspläne: 70 Parfümerie-Filialen sollen schließen

Rosenheim/Mühldorf – Douglas-Chefin Tina Müller kündigte vor Kurzem an, europaweit 70 Filialen der Parfümerie-Kette schließen zu wollen. Insgesamt betreibt das Düsseldorfer Unternehmen 2400 Läden, darunter auch jeweils einen in Rosenheim und Mühldorf.

Beide bestehen laut einer Sprecherin seit Januar 2000. Zu Umsätzen und Mitarbeiterzahlen in der Region wollte sich die Zentrale gegenüber unserer Zeitung nicht äußern. So bleibt derzeit noch ungeklärt, ob die Zukunft der Filialen in Rosenheim und Mühldorf gesichert ist: Douglas ließ über die Sprecherin lediglich mitteilen, dass es sich bei den Filialen, von denen man sich trennen will, „überwiegend“ um solche außerhalb Deutschlands handele. Bei diesen sei festgestellt worden, dass sie „aus verschiedenen Gründen keine langfristige Entwicklungsperspektive mehr im Filialnetz von Douglas haben“, auch wenn Stand heute fast alle noch profitabel seien.

Bis Ende 2020 will sich Douglas von diesen Filialen über Zusammenlegungen, Nichtverlängerung auslaufender Mietverträge oder Verkäufe kostenschonend trennen. Hierzu werde für jeden Standort individuell eine passende Lösung erarbeitet, heißt es. „Wir bemühen uns dabei, möglichst allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine adäquate, alternative Stelle bei Douglas anzubieten“, so die Unternehmenssprecherin weiter. Um das stationäre Geschäft zu stärken und sich an den Wandel des Konsumentenverhaltens anzupassen, habe man jüngst das Filialnetz einer umfassenden Analyse unterzogen, teilt die Düsseldorfer Zentrale mit.

Die frei werdenden Mittel sollen in die Modernisierung und Neueröffnung von Läden an „attraktiven Standorten in den Metropolregionen“ fließen. Zugleich expandiert Douglas stark in Osteuropa. sen

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