Rosenheim – Rund 1,6 Millionen Arbeitsstunden haben Beschäftigte des Rosenheimer Gastgewerbes 2018 zusätzlich geleistet. Davon 835000 Stunden unbezahlte Mehrarbeit – 45 Prozent aller geleisteten Überstunden. Das geht aus dem „Überstunden-Monitor“ hervor, den das Pestel-Institut im Auftrag der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) erstellt hat. Das entspricht laut NGG – bei zwölf Euro Lohnkosten pro Stunde für den Arbeitgeber – einem Gegenwert von 204000 Euro. „47 Prozent der Gastronomie-Arbeitsplätze in Rosenheim Minijobs“, fügt NGG-Geschäftsführer Georg Schneider an. Diese dürften keinen Euro hinzuverdienen, die Folge seien unbezahlte Überstunden oder Schwarzarbeit. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) drängt auf flexible Arbeitszeiten, was die NGG kritisiert: So würde das Gastgewerbe, das unter Fachkräftemangel leide, als Arbeitgeber noch unattraktiver.