Rosenheim/Mühldorf/Traunstein – Ein Blick auf den Rosenheimer Ausbildungsmarkt zeigt: Zum Stichtag 12. August waren in der Stadt Rosenheim noch 77 unversorgte Bewerber gemeldet. Dem gegenüber standen 181 unbesetzte Lehrstellen. Die meisten Ausbildungsplätze gab es noch in den Berufsgruppen Verkauf (38), Finanzdienstleistungen, Rechnungswesen und Steuerberatung (23) sowie Unternehmensführung und -organisation sowie Einkaufs-, Vertriebs- und Handelsberufe (jeweils 15). „Nicht alle Jugendlichen haben eine passende Stelle gefunden, und einige Betriebe suchen noch händeringend nach dem richtigen Bewerber“, sagt dazu Rosenheims Agenturleiterin Dr. Nicole Cujai.
Insgesamt waren zuletzt für den gesamten Bezirk 380 unversorgte Bewerber gemeldet, bei 1160 unbesetzte Lehrstellen. Cujai weiss, dass „Angebot und Nachfrage so kurz vor Ausbildungsbeginn häufig nicht zu 100 Prozent zusammenpassen“ und appelliert an junge Menschen: „Seid bei der Berufs- und Betriebswahl und beim Arbeitsweg flexibel.“
Der Ausbildungsmarkt im Kreis Traunstein zeigt noch 354 unbesetzte Ausbildungsstellen und 80 unversorgte Bewerber, erläutert Jutta Müller von der Arbeitsagentur Traunstein, „die Chancen sind rein rechnerisch sehr gut.“ Wer noch keinen Lehrvertrag habe, sollte die nächsten vier Wochen intensiv für Bewerbungen zu nutzen. Müller rät Arbeitgebern, sich auch ältere Bewerber oder auf den ersten Blick nicht geeignete Kandidaten anzuschauen, „Noten zeigen nicht die ganze Eignung“.
In Mühldorf treffen aktuell 216 unbesetzte Ausbildungsstellen auf 86 unversorgte Jugendliche. Das seien vier Stellen weniger und 16 unversorgte Bewerber weniger als im August 2018, so Jutta Müller. sen