Sehr gute Nachfrage am Miesbacher Kälbermarkt

von Redaktion

30 Prozent der Verkaufstiere bleiben im Verbandsgebiet – Flotter Marktverlauf gemeldet

Miesbach – Einen unerwarteten Verlauf nahm der jüngste Kälbermarkt nach Angaben des Zuchtverbandes Miesbach. Stagnierten die Preise in jüngster Vergangenheit, so zogen in dieser Woche alle Kategorien an. Die 424 aufgetriebenen Bummerl wurden für durchschnittlich 6,26 Euro je Kilogramm verkauft, was einen Zuwachs von mehr als 50 Cent bedeutete.

532 Euro wurden damit für das Durchschnittskalb mit 85 Kilogramm ausbezahlt. Von 100 bis 680 Euro reichte die Schwankungsbreite. Die drei häufigsten Gewichtskategorien, 71 – 80, 81 – 90 und 91 – 100 Kilogramm (insgesamt 365 Stück oder 86 Prozent) erzielten 6,60, 6,39 und 6,11 Euro je Kilo oder 496, 543 und 580 Euro je Exemplar. Für absolute Spitzenkälber konnte bis über sieben Euro ausbezahlt werden. Versteigerer Florian Maier hatte einen einfachen Job, denn die Kälber gingen weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Sein Fazit: Marktbesuch und Nachfrage sehr gut, Marktverlauf – flott, Bedarf – nicht gedeckt.

Auch die insgesamt 146 Kuhkälber konnten eine Steigerung aufweisen. Hier kann der Marktverlauf ebenfalls als „flott“ bezeichnet werden. Bei den 52 Zuchtkuhkälbern (83 Kilogramm Lebendgewicht) kamen 3,51 Euro, bei den 94 Mastkuhkälbern (79 Kilogramm) 3,37 Euro als mittlerer Kilopreis heraus. Die daraus zu errechnenden Stückpreise beliefen sich auf 291 beziehungsweise 266 Euro, bei einer Spanne von 70 bis 370 Euro. Wie fast schon üblich, gingen 70 Prozent der Kälber nach Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, die restlichen 30 Prozent blieben in Bayern und im Verbandsgebiet. Die weitere Preisentwicklung bleibt abzuwarten, da es sich bei diesem Markt um das Zusammentreffen einiger glücklicher Zustände handelte.

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