Rosenheim – Ein Unternehmerpionier ist mit Horst Störk (90) gestorben. An der Seite der beiden Gründer Bernhard und Joachim Gabor brachte er die Gabor Shoes AG maßgeblich voran. Von 1956 bis 1993 war er beim Rosenheimer Schuhhersteller tätig. Erst war er Betriebsleiter, dann Technischer Leiter später Geschäftsleiter der Firma. „Aufgrund seiner herausragenden Persönlichkeit machte er eine steile Karriere im Unternehmen“, heißt es in der Traueranzeige von Gabor für Störk. Man habe dem Verstorbenen viel zu verdanken und werde ihm ein ehrendes Andenken bewahren. In seiner Ära fielen Absätze mit Stahlflecken, die rationelle Serienfertigung und neue Auslandsmärkte. Außerdem wurde beim Umsatz die 200-Millionen-DM-Marke geknackt. Ein Meilenstein für Störk, ein Jahr vor seinem Ausscheiden: 1992 wird Gabor mit dem Deutschen Lederwarenpreis ausgezeichnet. Die Arbeit war es, die Störk, geboren in Pommern, mit seiner Frau Hildegard nach Rosenheim verschlagen hat. „Früher sind wir in den Urlaub gefahren, um die Berge zu sehen. Jetzt wohnen wir da, wo die Berge sind“, sagte sein Frau Hildegard im Rahmen des Ehejubiläums. Heuer war das Paar 70 Jahre zusammen. Kennengelernet hatte es sich, als Horst Störk über einen Zaun geklettert ist und Hildegard ihn darauf angesprochen hatte. Störk liebte seine Familie. Er war dreifacher Vater und vierfacher Großvater. Zudem tanzte er mit seiner Hildegard im wahrsten Sinne durchs Leben – zweimal wöchentlich ging es in den Tanzclub und sogar an Tanzturnieren nahmen die beiden bis vor wenigen Jahren teil.sm