Pfaffing – Ausstand bei Alpenhain: Der Arbeitskampf beim oberbayerischen Käsehersteller geht in die nächste Runde. Am heutigen Donnerstag tritt die Belegschaft im Pfaffinger Werk in einen 24-stündigen Streik.
Damit wollen die rund 450Beschäftigten den Druck auf den bundesweitbekannten Hersteller von Obazda, der auch McDonald’s mit Käseprodukten beliefert, erhöhen. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit.
Die NGG Rosenheim-Oberbayern spricht von einer „letzten Chance für Alpenhain“. Sollte sich das Unternehmen weiterhin weigern, über einen Haustarifvertrag für die Mitarbeiter zu verhandeln, drohe ein unbefristeter Streik, so Gewerkschafter Manuel Halbmeier: „Die Beschäftigten sind sauer. Während ihre Branchenkollegen bei Meggle oder Bauer längst zu tariflichen Standards arbeiten, ziehen sie hier bei Arbeitszeit, Urlaub und Bezahlung den Kürzeren.“ Besonders brisant: Alpenhain will nach Informationen der NGG ein „Streikbrecher-Geld“ von 250 Euro zahlen, um so die Mitarbeiter vom Arbeitskampf abzuhalten.
Mit einem Jahresumsatz von rund 100 Millionen Euro zählt Alpenhain zu den größten Herstellern von Obazda, Grillkäse und Back-Camembert. „Alpenhain sperrt sich seit Jahren gegen Gespräche über Löhne und Arbeitsbedingungen mit der Gewerkschaft auszuhandeln“, kritisiert Halbmeier.