Rosenheim – Welchen praktischen Nutzen können Unternehmer und Selbstständige aus der Digitalisierung ziehen? Diese Frage liegt der Messe „Aktivdigital“ zugrunde, die am Donnerstag, 21. November, im Kultur- und Kongresszentrum in Rosenheim stattfindet. Veranstalter sind die Wirtschaftsjunioren Rosenheim, verschiedene Verbände und Institutionen aus Stadt und Landkreis Rosenheim unterstützen die Veranstaltung.
„Wir wollen abseits der trockenen Theorie anschauliche Beispiele dafür bieten, wie sich der Geschäftsalltag mit digitalen Mitteln vereinfachen lässt“, sagt Marc Simon, Kreissprecher der Wirtschaftsjunioren. Gerade kleinere Unternehmen und Selbstständige hätten manchmal auch Berührungsängste, die man ihnen nehmen wolle. „Bei unserer Messe sehen sie schnell, welche Themen für sie wichtig sind und wie sie diese angehen können“, so Simon.
Das richtige digitale
Werkzeug wählen
Seinen Worten nach geht es darum, im verfügbaren digitalen Angebot die richtigen Werkzeuge auszuwählen, mit denen sich die Geschäftsprozesse vereinfachen lassen. „Nehmen wir einen Schreiner“, zieht Simon einen Vergleich. „Der kann mit einer herkömmlichen Hobelbank von Hand gute Arbeit leisten, aber es ist aufwendig. Mit einer modernen Hobelmaschine ist er deutlich effizienter.“ In diesem Sinn könnten Betriebe beispielsweise Kundendaten komfortabel verwalten, Belege für den Steuerberater digital erfassen und versenden oder ihr Online-Marketing verbessern.
Den Fokus bei der Messe am kommenden Donnerstag haben die Wirtschaftsjunioren auf die Praxisnähe gelegt. „Die Besucher sollen sich bei den verschiedenen Ständen und Vorträgen unverbindlich informieren, welche Lösungen es für ihre speziellen Herausforderungen gibt“, erläutert Simon. Viele Unternehmer und Selbstständige seien sich der Tatsache bewusst, dass digitale Prozesse ihnen die Arbeit erleichtern würden. „Es fehlt in vielen Fällen aber der Überblick im digitalen Dschungel“. Insofern sei die Messe „Aktivdigital“ eine Art „digitales Einkaufszentrum mit Beratung“.
Die IT-Unternehmen in der Region sieht Simon sehr gut aufgestellt, um maßgeschneiderte Lösungen anzubieten. „Da gab es in der Branche insgesamt sicher etwas Nachholbedarf. Inzwischen verstehen die Fachleute aber genau, was die Kunden in der Praxis brauchen“, erläutert er gegenüber unserer Zeitung.