Drei Jahrzehnte im Zeichen der Umwelt

von Redaktion

MWK Bionik GmbH mit Sitz in Bad Endorf blickt auf 30-jähriges Bestehen zurück

Bad Endorf – Umwelt- und gesundheitsschonende Reinigungsmittel, Altlastensanierung in der Umwelt, Regenerative Energieerzeugung: Mit diesen Themen beschäftigt sich die MWK Bionik GmbH mit ihrer Tochterfirma Uphoff Lab. Heuer wurde das 30-jährige Bestehen der Firma gefeiert. Kern der Unternehmensphilosophie ist die Mikrobiologie.

Forschung im

Bereich Mikrobiologie

1989 hatte der Ingenieur Heinrich Uphoff in Aschau im Chiemgau seine Firma UHTEC gegründet. Dort betrieb er sowohl Technologieberatung für Umwelttechnik als auch Forschung und Analysen im Bereich der Mikrobiologie. Einen besonderen Einsatz hatte er 2002 nach einem Elbhochwasser. Ein Öltank in der Grundschule in der sächsischen Gemeinde Bennewitz war leck geschlagen und hatte das Gebäude verseucht. Durch den Einsatz mikrobiologischer Mittel gelang es, den Abriss zu verhindern und es wieder zu nutzen.

„Wir haben einen Cocktaiaus circa 75 bis 80 unterschiedlichen Mikroben gemixt. Darunter auch solche, die zum Fermentieren von Sauerkraut, Joghurt oder Bierhefen gebraucht werden. Jede Art hat dabei andere Aufgaben. Nur durch die Symbiose kann der Erfolg gelingen“, erläutert Uphoff rückblickend. Bis heute kommt dieses System bei Ölunfällen zum Einsatz und Gebäude können meist erhalten werden.

Zu jener Zeit war das Labor noch in einem alten Bauernhof in Aschau untergebracht. Jana Fischer, eine von Uphoffs ersten Labor-Mitarbeiterinnen, erinnert sich: „Damals waren unsere Laborgeräte zum Teil im ersten Stock in der Küche des Bauernhauses aufgebaut. Schwermetallanalysen haben wir im ehemaligen Stall durchgeführt. Vieles mussten wir improvisieren. Aber es war eine sehr familiäre Atmosphäre, auch weil die Familie Uphoff mit im Hause wohnte.“

Heute ist Jana Fischer immer noch für Uphoff Lab tätig, inzwischen als Laborleiterin. „Ich gehöre hier ja praktisch schon zum Inventar. Hier habe ich schon in jedem Bereich gearbeitet – sogar in der Produktion mit Schaufel und Eimer statt mit Pipette und Reagenzglas“, erzählt sie lachend.

Mittlerweile ist das Unternehmen eine Tochterfirma der MWK Bionik GmbH, mit der es bereits ab 2009 – damals noch als MWK Biogasanlagen – eine Kooperation gab. Nach der Übernahme durch die MWK und die sich daraus ergebende Erweiterung war 2015 der Umzug in größere Gebäude nach Bad Endorf nötig geworden. Heinrich Uphoff schied zu dem Zeitpunkt aus der Firma aus, bringt jedoch bis heute sein Know-how in beratender Tätigkeit ein.

Geschäftsführer der MWK Bionik ist der Agrartechnologe Matthias Wackerbauer. Er baute ausgehend von Uphoffs Forschung das Portfolio des Unternehmens aus. Heute agiert die Firma weltweit, die Produkte finden ihren Einsatz auf breiter Ebene. Die Anwendung in der Landwirtschaft beispielsweise reicht von der Stallhygiene bis hin zur Optimierung des Ertrags von Biogasanlagen. Die Reinigungsmittel, die zum Beispiel in Fettabscheidern von Großküchen genutzt werden, sind nach Unternehmensangaben vollständig biokompatibel und sollen die Effizienz von Kläranlagen erhöhen. Mit Blick in die Zukunft setzt Wackerbauer weiter darauf, die individuellen Anforderungen der Kunden zu erfüllen. „Wir bieten mit speziellen Technologien und unserem großen Wissensspektrum Lösungen für eine saubere und gesunde Umwelt an.“

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