Mühldorf – Wenn Karl-Theodor zu Guttenberg redet, hört man gerne zu. Das bewies auch der Wirtschaftsempfang am Sonntagabend in Mühldorf. Ausgewählte Stimmen zum Vortrag des früheren Bundesministers:
Robert Wahl, Sparkasse Altötting-Mühldorf: „Die Rede war sehr akzentuiert mit den Geschehnissen, die derzeit die Welt bewegen. Diese strategischen Entwicklungen seitens China, die Entkoppelung von den USA finde ich interessant aus seiner Sicht mit den transatlantischen Verbindungen. Diese Entwicklung ist auch für uns in Europa sehr schwierig, da mit dem Tempo mitzuhalten.
Charlotte Konrad, CSU-Stadträtin in Waldkraiburg und Kreisrätin: „Für mich war es sehr interessant und sehr spannend. Der Weitblick, den er hat, und die Erfahrung, die er aus Amerika mitbringt zur politischen Entwicklung, haben mich ein bisschen zum Nachdenken gebracht Ich denke, dass Handlungsbedarf ist. Seine Art, die Zusammenhänge darzustellen, finde ich schon super. Ich würde mich freuen, wenn er wieder nach Deutschland zurückkommt und wieder in die Politik einsteigt.“
Jochen Englmeier, Leiter des Bildungszentrums Mühldorf: „Ich war von der Qualität und den Ausführungen des Vortrags von Karl-Theodor zu Guttenberg sehr beeindruckt. Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich seinerzeit sehr enttäuscht von ihm war. Vielleicht hat man ja doch die Hoffnung, dass er wiederkommt und wir ihn dann irgendwo wieder begrüßen können, auch in politischer Verantwortung. Lassen wir uns mal überraschen.
Claudia Heinrich, Oberbank: „Er war erfrischend und anders als viele Politiker, die man sonst im Moment hört: Sie wollen sich möglichst sich nicht festlegen, damit sie niemandem wehtun, und nichts sagen, was irgendjemanden verärgern könnte. Karl-Theodor zu Guttenberg trifft dagegen klare Aussagen. Er ist natürlich derzeit kein Politiker in Amt und Würden, da geht das anders. Aber so ein paar Statements fand ich einfach gut, auch dass man Selbstbewusstsein zeigen muss: Wir hier in Deutschland, aber auch in Europa, machen bei bestimmten Dingen nicht mit. Uns geht es viel zu gut, deswegen tut sich nichts und es gibt wenig Handlungsbedarf. Unsere Politiker agieren auch dementsprechend.“
Michael Hausperger, CSU-Bürgermeister von Oberbergkirchen: „Es war auf alle Fälle eine sehr interessante und aufschlussreiche Rede. Man hat das Bild von der anderen Seite des Atlantiks gehört und die Eindrücke bekommen, was er an Trump oder auch an der US-Regierung kritisiert. Für mich war das sehr aufschlussreich. Von den Medien hört man ja, dass Trump in Amerika relativ angesehen ist, da hört man von der Presse auch nichts Negatives und man kann es auch nicht so beurteilen, wie es tatsächlich ist.“baf