Wirtschaftslage und Geschäftsaussichten in Rosenheim sehr gut

von Redaktion

Wirtschaftsbarometer der TH Rosenheim zeigt positive Entwicklung – Fachkräftemangel gilt als größtes Konjunkturrisiko

Rosenheim – Die aktuellen Ergebnisse des Wirtschaftsbarometers Rosenheim, erstellt von der TH Rosenheim, belegen einen sehr guten Start der heimischen Wirtschaft ins neue Jahr. Die aktuelle Geschäftslage erreichte in der monatlichen Umfrage einen außerordentlich guten Saldo aus positiven und negativen Einschätzungen von +47,2. Im Vormonat lag er bei +33,4. Tendenziell verbessert sich die Geschäftslage seit März 2019, teilte die Fakultät für Betriebswirtschaft der Hochschule mit.

Aufschwung seit
dem Herbst

Noch im Oktober hatte der Saldo mit fast -10 einen Jahrestiefpunkt erreicht. In den Monaten danach verbesserten sich die Werte dann deutlich. Vor einem Jahr blickten die teilnehmenden Unternehmen mit einem Saldo von -5,9 noch leicht pessimistisch auf die kommenden sechs Monate.

Auch die vergleichbaren Werte der Geschäftserwartungen des ifo-Instituts für Deutschland ziehen seit September an, verbleiben aber auch im Dezember im leicht negativen Bereich (-6,3). Für die Geschäftslage zeichnet sich sogar mehr und mehr eine Schere zu Rosenheim ab. Während die ifo-Werte seit September um -10 schwanken, verbesserte sich Rosenheim von schon guten + 33 auf aktuell sehr gute + 47.

In der aktuellen Frage des Monats wurden die Unternehmen gefragt, welche Risiken aus ihrer Sicht am größten für die deutsche Konjunktur sind. Als bedeutendstes Risiko wurde von 67 Prozent der zunehmende Fachkräftemangel genannt, gefolgt von geopolitischen Konflikten (55 Prozent) und der global zunehmende Protektionismus (51 Prozent). Immerhin 35 Prozent der Unternehmen fürchten überzogene Lohnabschlüsse. Vor allem im Einzelhandel wird das Wiederaufflammen der Euro-Krise als potenzielles Risiko gesehen.

Brexit gilt nicht
als großes Risiko

Nur geringe Risikopotenziale werden einer steigenden Inflation (vier Prozent), steigenden Zinsen (sieben Prozent) und einem steigenden Ölpreis (13 Prozent) zugemessen. Auch aus dem Brexit erwarten nur 17 Prozent der Teilnehmer Risiken für die Konjunktur.

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