Seeon – „Wir haben uns gefragt, was können wir machen, um die Leute, die in den Bäckereien, Apotheken, Arztpraxen und Supermärkten arbeiten müssen, zu schützen“, erzählt Petra Fitz von der Firma aeronautec. Der Zehn-Mann-Betrieb in Seeon ist ein Spezialist für Membrane und textile Architektur. Angesichts der Corona-Pandemie hat das kleine Seeoner Unternehmen sofort reagiert und binnen Tagen ein neues Produkt entwickelt, um die Ansteckungsgefahr im Kontakt mit Kunden zu minimieren.
Eigentlich wollte man nur der benachbarten Arztpraxis helfen, berichtet Petra Fitz, zuständig für das Marketing des Betriebs. Schnell war eine Lösung gefunden und installiert: Die Membran-Spezialisten brachten eine von der Decke abgehängte transparente Folie an, um einen Schutz zwischen Praxispersonal und Patienten zu gewährleisten. „Die Materialien, vor allem die Folie, hatten wie alle vorrätig“, berichtet Fitz: „Das war eigentlich zunächst nur als unentgeltliche Hilfe unter Nachbarn gedacht.“
Doch schnell meldeten sich weitere Interessenten. Mittlerweile ist das System, das einen wirksamen Schutz vor Tröpfcheninfektionen bietet, bereits in mehreren Banken, Arztpraxen, Bäckereien und Edeka-Märkten der Umgebung installiert. Der Zuspruch der Kunden sei gut, so Fitz: „Die Leute müssen ja arbeiten und sind froh: Man sieht den Kunden und ist dennoch geschützt. Und falls der Schutz nicht mehr nötig sein sollte, ist das System auch leicht rückbaubar.“
Für „aeronautec ProMed“ wird eine transparente und geruchsneutrale Fluorpolymerfolie verwendet, die schwer entflammbar und leicht zu reinigen ist. Durch das intelligente Abhänge-System kann es in fast allen Räumlichkeiten verwendet werden. Das System ist sehr leicht und kann von fast allen Deckensystemen, auch von abgehängten Decken, getragen werden. Dafür verwendet das Unternehmen unterschiedliche Verankerungssysteme.
Versandlösung
in Vorbereitung
Bislang hat das Unternehmen für die Aufträge in der Region ein eigenes Montageteam im Einsatz. Doch es melden sich immer mehr Interessenten, erste Anfragen aus München liegen vor. „Und natürlich wollen wir auch unsere Mitarbeiter vor dem Ansteckungsrisiko schützen“, sagt Fitz. Deshalb arbeitet das Seeoner Unternehmen nun mit Hochdruck auch einer Versandversion, die vom Kunden selbst installiert werden kann.