Festvermarktung läuft weiter

von Redaktion

Zahlreiche Kaufaufträge aus dem Zuchtverbandsgebiet

Traunstein – Die Zuchtviehvermarktung hat im vergangenen Jahr bereits einige Premieren erlebt. Nachdem Traunsteiner Märkte in Miesbach stattgefunden hatten, folgten Märkte unter freiem Himmel und eine stricklose Versteigerung, bei der die Jungkühe im Ring frei laufend unterwegs waren. Der Großviehmarkt im April wurde aufgrund der Corona-Krise abgesagt. Es fand aber nach Auskunft des Rinderzuchtverbandes Traunstein eine Festvermarktung statt, wobei das Viehhandelsunternehmen Kuenen aus den Niederlanden als Großeinkäufer fungierte. Ergänzt wurde dieser Verkauf durch eine Reihe von Kaufaufträgen aus dem Zuchtverbandsgebiet und aus dem südostbayerischen Raum.

Die Chiemgauhalle wurde hierbei als Sammelstelle genutzt. Über die Abstammung, Milchmenge und Melkbarkeit der Jungkühe konnten sich potenzielle Käufer auf der Homepage des Verbandes informieren. Die Landwirte durften die Tiere nur anliefern und mussten das Gelände umgehend wieder verlassen.

Waren die Kaufaufträge mit einem finanziellen Spielraum ausgestattet, konnte der Großkäufer jederzeit überboten werden. So blieben auch die zwei teuersten Jungkühe im eigenen Zuchtverbandsgebiet.

Eine Festvermarktung ist nicht an Markttermine gebunden. Anfragen können jederzeit von Hof zu Hof bedient werden. Stiere werden ausschließlich ab Hof vermittelt, wobei auch zwei Bullen an Besamungsstationen verkauft werden konnten. Das höchste Gebot von 4000 Euro kam von der Besamungsstation Marktredwitz Wölsau. Vier weitere Stiere für den Natursprung wechselten für Nettopreise von 1700 bis 2050 Euro den Besitzer.

An weiblichen Tieren wurden zwei Kühe und 34 Jungkühe verkauft, wobei 23 Jungkühe durch das Viehhandelsunternehmen Kuenen angekauft wurden. Mit 2000 Euro Ankaufspreis erzielte eine Ralmes-Tochter aus dem Zuchtbetrieb Rupert Anzenberger aus Maierhof den höchsten Preis. Mit einer Milchleistung von 36 Kilogramm und einer Melkbarkeit von 2,3 Kilogramm pro Minute geht sie an einen heimischen Züchter.

Über die Großviehvermarktung im Mai kann laut Rinderzuchtverband noch keine Aussage getroffen werden.

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