Waldkraiburg – Seit Beginn der Corona-Pandemie sind Schutzmasken Mangelware. Die Nachfrage ist in den vergangenen Wochen enorm gestiegen, doch vorrangig produziert wurden sie in Asien. In der Folge haben zahlreiche Firmen in Deutschland nun ihre Produktion umgestellt. Das Waldkraiburger Unternehmen Maier Walzen hat ihr Sortiment zwar nicht umgestellt, liefert aber trotzdem einen wichtigen Beitrag zur Produktion von Schutzmasken dazu.
Neue Kunden hat das Unternehmen hinzugewonnen und das mitten in der Corona-Krise. Denn um die Schutzmasken herzustellen, braucht es Walzen. „Durch die Kombination von Gummi- und Metallverarbeitungen und dem extremen Zeitdruck bei der Schutzmaskenproduktion in Deutschland haben wir schnell reagieren können“, erklärt Geschäftsführer Ulli Maier. Damit wird das Waldkraiburger Unternehmen nun auch als systemrelevant eingestuft.
Über zu wenig Arbeit kann er im Moment nicht klagen. 22 Walzen hat das Unternehmen innerhalb von zwei Wochen gefertigt, die bereits der Kunde abgeholt hat. Die Walzen sollten in die Anlage eingebaut werden, sodass vergangene Woche ein erster Testlauf starten sollte.
In die Schlitze der Walze wird beim Kunden eine Schneidleiste geklemmt, sodass die Gummiwalze das Textilmaterial in der Maschine transportieren und auf die Breite der Schutzmaske zuschneiden kann. Einer der Kunden ist Pia Automation aus Amberg, die nach Beginn der Corona-Krise ihre Produktion umgestellt und eine Maskenproduktionsanlage für Schutzmasken konzipiert hat.
Damit die Produktion auch in Corona-Zeiten sichergestellt werden kann, hat das Unternehmen schon länger entsprechende Vorkehrungen getroffen: Eine Trennung der Mitarbeiter in der Fertigung, zeitversetzte Pausen, intensive Kontakte vermeiden und Kontaktketten erfassen. „Wir halten die Spielregeln ein, damit wir weiterhin die Schutzmasken-Produktion benötigten Walzen herstellen“, sagt Geschäftsführer Ulli Maier.hi