Rosenheim – Die Kathrein-Ericsson-Mobilfunksparte KMC plant, wie berichtet, offenbar einen massiven Stellenabbau am Standort Rosenheim. Von 250 bis 300 Stellen und damit etwa einem Drittel der knapp 1000 Mitarbeiter umfassenden Belegschaft war zuletzt die Rede.
Nun äußerte sich der Betriebsrat um seinen Vorsitzenden Markus Unterleitner und Stellvertreter Mario Boddeutsch auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen zu den Plänen, über die Mitte vergangener Woche die Geschäftsleitung per Video-Telefonschalte die Mitarbeiter informiert hatte.
Die ersten Vorgespräche zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat hätten bereits stattgefunden, nun würde man mit den Verhandlungen zu den Details beginnen, informierten Unterleitner und Boddeutsch zum Stand der Dinge.
Die Ziele des Betriebsrates: Wie auch bei den letzten drei Abbaumaßnahmen wolle man alles versuchen, um die Maßnahmen so sozialverträglich wie möglich mitzugestalten. Umschulungen, Weiterqualifizierungen, Vorruhestand oder Altersteilzeit sowie Übernahmen anderer Aufgabenfelder bei Ericsson global könnten Arbeitsplätze retten.
Des Weiteren werde man versuchen, durch ein Freiwilligenprogramm unter Einbeziehung einer Transfergesellschaft attraktive Angebote zu schaffen, um betriebsbedingte Kündigungen zu verhindern, heißt es seitens des Betriebsrats.
Ist mit dieser erneuten Runde an Personalabbau nun der „Ausverkauf“ des Standorts Rosenheim eingeleitet? Ganz und gar nicht, kommt dazu vom Betriebsrat: „Wir schätzen die Zukunft hier in Rosenheim durchaus positiv ein. Ericsson investiert weiter in den Standort Rosenheim und treibt die Entwicklung voran. Von einem Ausverkauf kann nicht die Rede sein.“
Seitens der Stadt Rosenheim war auch gestern bis Redaktionsschluss keine Stellungnahme zu den geplanten Stellenstreichungen und den damit verbundenen Folgen für die Stadt zu erhalten. Rosi Gantner