57 Gesellen verstärken das Schreinerhandwerk

von Redaktion

Freisprechungsfeier wegen Corona nur in kleinerem Rahmen – Monika Ott gewinnt Wettbewerb „Die gute Form“

Ihre Kommode überzeugte die Juroren: Monika Ott von der Schreinerei Daxenberger in Seeon. Es gratulieren Florian Schützinger und Bernhard Daxenberger (von links).

Traunstein – Die Schreiner-Innung Traunstein hat trotz der Corona-Beschränkungen die Freisprechungsfeier der Gesellen durchgeführt. Die Einschränkungen trübten die Freude kaum, denn für 57 junge Gesellen ist die Lehrzeit beendet und damit eine entscheidende Grundlage für ihr persönliches Berufsleben geschaffen.

Um die Anzahl der teilnehmenden Personen zu begrenzen, wurde die Feier in zwei Teile getrennt. Zuerst wurden die Absolventen des Staatlichen Landschulheims Marquartstein und der Jugendsiedlung Traunreut mit einer Begleitperson sowie Ausbildern eingeladen. Im zweiten Teil waren die Absolventen der Berufsschule I Traunstein an der Reihe. Wie üblich wurde im Anschluss der Sieger des Wettbewerbs „Die gute Form“ gekürt (siehe Infokasten).

Obermeister Andreas Weinzierl bedauerte in seiner Rede, dass die Feierlichkeiten dieses Jahr anders stattfinden mussten. „Das ist mit Wehmut verbunden, es tut uns leid für Euch. Aber Ihr habt die Anerkennung trotzdem verdient. Ihr könnt stolz darüber sein.“

Oberstudiendirektor Wolfgang Kurfer von der Berufsschule I betonte in seinem Grußwort: „Die Zeiten sind gut, das Handwerk wird gebraucht.“ Bernhard Daxenberger, Vizepräsident des Fachverbandes Schreinerhandwerk Bayern, beglückwünschte die erfolgreichen Gesellen. Er würdigte das hohe Niveau der Berufsschule I in Traunstein und lobte das duale Ausbildungssystem. Der Campus Chiemgau sei eine einzigartige Chance für das Handwerk und die Menschen in der Region.

Der neue Prüfungsvorsitzende Gerhard Fuschlberger betonte: „Es war eine aufregende, eine anstrengende Zeit.“ 47 Auszubildende haben an der Prüfung teilgenommen, 45 haben die Prüfung zum Schreinergesellen erfolgreich abgeschlossen. Sechs davon sind Frauen. Der Notendurchschnitt aus Praxis und Theorie lag bei 2,5.

Herausragend war dabei Marinus Thalhauser vom Ausbildungsbetrieb Schreinerei Mittermaier in Pittenhart. Der Innungsbeste überzeugte mit jeweils der Note 1 für die Arbeitsprobe, für das Gesellenstück und in der schriftlichen Prüfung.

David von Kotzebue, Prüfungsvorsitzender bei den Holzfachwerkern, freute sich, dass von 13 angetretenen jungen Handwerkern zwölf die Prüfung erfolgreich abgelegt haben. Der Notendurchschnitt lag bei 3,37. Prüfungsbester ist Lukas Zegler vom Ausbildungsbetrieb Projektehaus Jagus in Waldkraiburg mit einem Schnitt von 2,0. Nach den Freisprechungen, die Obermeister Weinzierl in einer kurzen Zeremonie vornahm, folgte die Überreichung der Gesellenbriefe. Stefanie Reichgruber wurde für das „beste Berichtsheft“ geehrt. Für Livemusik sorgte die Familie Fuschlberger.

Andreas Wittenzeller

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