Pimkie macht in Rosenheim dicht

von Redaktion

Rosenheim – Mit dem zweiten Lockdown schloss das Modegeschäft Pimkie an der Münchener Straße. Nun ist klar: Die Rosenheimer Filiale öffnet ihre Pforten auch nach Corona nicht mehr. Wie Katrin Schröder von der mit dem Sanierungsplan befassten Wirtschaftskanzlei Osborn Clarke bestätigte, hat die Framode GmbH, Betreiberin der deutschen Pimkie-Stores, den Mietvertrag für den 28. Februar gekündigt. Zuvor war bekannt geworden, dass 31 der 75 deutschen Filialen des französischen Modeunternehmens geschlossen und rund 100 Mitarbeiter entlassen werden. Dazu gehören laut Katrin Schröder auch die vier Mitarbeiter, die in Rosenheim beschäftigt sind.

Pimkie wurde 1971 in Frankreich gegründet, seit 1988 ist die Marke auf dem deutschen Markt vertreten. Pimkie bietet nach eigener Auskunft Damenmode, modische Accessoires und Schuhe – eine große Auswahl an Produkten für die „junge moderne Frau von heute.“ Bei Pimkie sind hierzulande derzeit noch gut 350 Mitarbeiter beschäftigt. Der Jahresumsatz belief sich im Geschäftsjahr 2019 auf knapp 50 Millionen Euro.

Pimkie hat nach eigenen Aussagen wie die Branche insgesamt schwer unter Corona zu leiden. Durch die Maßnahmen gegen die Pandemie habe sich der digitale Wettbewerb verschärft. Das Insolvenzverfahren war im November eröffnet worden, am 18. Januar stimmten die Gläubiger dem Sanierungsplan zu. Die Radikalkur soll den Erhalt von über 40 Filialen in Deutschland möglich machen. mw

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