Miesbach – Der Großviehmarkt in Miesbach hat funktioniert. Für ein Marktflair fehlten allerdings Käufer, die sonst den Markt beleben, indem sie mitsteigern. Damit gehen viele Zuchttiere an Viehhandelsunternehmen, die sehr qualitätsbezogen kaufen. Sechs Stiere, eine Kuh und 24 Jungkühe blieben im Verbandsgebiet. Sechs Kühe und 25 Jungkühe sicherten sich bayerische Züchter und Viehhandelsunternehmen. Weitere zwei Stiere und 40 Jungkühe reisen zu Milchviehbetrieben in den Niederlanden und in Südtirol. Für die 16 angebotenen Stiere waren weniger Interessenten anwesend als gewöhnlich. Obwohl alle Stiere ein Gebot bekamen, erfolgte der Zuschlag nur bei acht Stieren zu einem mittleren Versteigerungspreis von 1731 Euro.
Die sieben verkauften Mehrkalbskühe wurden mit Milchleistungen von 22 bis 35 Kilogramm Milch angeboten. Sie wechselten für im Mittel 1369 Euro den Besitzer, wobei die Preisspanne 1180 Euro bis 1800 Euro betrug. Von 93 aufgetriebenen Jungkühen wurden 89 zu einem mittleren Versteigerungspreis von 1616 Euro verkauft. Die durchschnittliche Milchleistung dieser Kühe lag bei 27,3 Kilogramm Milch. Die teuersten Jungkühe des Marktes mit 2150 Euro Versteigerungspreis stellten Zuchtbetriebe aus dem Rosenheimer Landkreis. Augustin Hartl aus Brettschleipfen bei Tuntenhausen und Martin Biechl aus Hofberg bei Feldkirchen-Westerham boten robotergewohnte Jungkühe mit einer Milchleistung über 30 Kilogramm Milch und sehr guten Melkbarkeiten von rund drei Kilogramm Milch pro Minute an.
Etwa 66 Prozent der Zuchttiere wurden an diesem Markt stricklos versteigert. Die nächste Großviehversteigerung in der Oberlandhalle findet am Mittwoch, 24. Februar, statt.