Rechtmehring/Soyen/Albaching – Das dritte Rekordjahr in Folge verzeichnete 2020 das Bankhaus RechtmehringSoyen-Albaching (RSA). Die Bilanzsumme stieg um 22,4 Prozent – auf 558 Millionen Euro. Zweistelliges Wachstum auch beim Kreditgeschäft: Das Volumen erhöhte sich um 17,2 Prozent auf 615 Millionen Euro. Zahlen, die nach Überzeugung von Direktor Thomas Rinberger und Direktor Alfred Pongratz belegen, dass das Bankhaus mit seinem „anderen Weg“ richtig liege.
2020 – im Jahr des 120. Geburtstages – hatte das Haus den Namen „Raiffeisen“ abgelegt. Trotzdem gehört die RSA noch zum Verbund der Genossenschaftsbanken. Doch eine Abgrenzung sei wichtig. Rinberger und Pongratz legen Wert darauf, dass ihr Bankhaus mit Blick auf den Trend zu großen Einheiten „langfristig selbstständig und unabhängig“ bleiben soll. Fusionen ständen nicht an. Minuszinsen, reduzierte Öffnungszeiten, Geschäftsstellenschließungen, Kündigungen von Sparverträgen, Callcenter, Bargeldverzicht: Diese Entwicklungen, die aktuell oft für Negativschlagzeilen sorgen würden, werde es beim Bankhaus RSA nicht geben, so die Vorstände.
Das Geldinstitut bekenne sich zur Präsenz in der Fläche. Am Standort Soyen sei deshalb modernisiert worden. In Albaching werde ein Neubau angestrebt. In Wasserburg habe sich das Beratungsbüro etabliert. Auch in München habe es mit einem Ankauf in der Leopoldstraße geklappt.
Das Personal werde weiter ausgebaut: auf 80 Mitarbeiter, 2020 seien allein sechs neu eingestellt worden. Personell seien die Weichen für die Zukunft gestellt worden: Tobias Voglmaier und Bernhard Graßl erhielten Prokura und wurden in das Führungsteam berufen. Sie sind langjährige Mitarbeiter des Bankhauses RSA. 2020 habe es an die Mitarbeiter einen Corona-Bonus von 1200 Euro ausgezahlt. An die Mitglieder sei eine Dividende von fünf Prozent ausgeschüttet worden.
Das zweistellige Wachstum führt der Vorstand auf ein „erfolgreiches klassisches Bankgeschäft“ zurück. Stark sei das Bankhaus RSA unter anderem im Vermittlungsbereich: Mit vermittelten Neukrediten in Höhe von 400 Millionen Euro sei das Haus 2020 im Genossenschaftsbankenverbund deutschlandweit auf Platz drei gelegen.
„Wir leben intensiv vom Empfehlungsgeschäft“, berichtet Pongratz. Das Bankhaus RSA betreue auch viele Top-Privatkunden aus dem Raum München und Starnberg. Corona habe vor allem das Kreditgeschäft befeuert. Die Bürger hätten intensiv in Sachwerte investiert. Gut gelaufen sei ein nachhaltig ausgerichteter RSA-Aktienfonds. Die Pandemie wirke sich bisher nicht stark aus, beobachten die Vorstände. Zum Kundenstamm würden viele Handwerksbetriebe mit sehr guter Auftragslage gehören.