Bangen um die wirtschaftliche Existenz

von Redaktion

IHK-Regionalausschuss Altötting-Mühldorf zieht Bilanz zu einem Jahr Corona-Pandemie

Mühldorf/Altötting – Seit über einem Jahr bestimmt die Corona-Pandemie den Alltag der Unternehmen in der Region Inn-Salzach. Mit den Folgen der politischen Maßnahmen hat sich der Regionalausschuss der Industrie- und Handelskammer (IHK) Altötting-Mühldorf in seiner jüngsten virtuellen Sitzung auseinandergesetzt. Mit von der Partie waren die beiden Landräte Max Heimerl (CSU) und Erwin Schneider (CSU). Sie berichteten über das aktuelle Infektionsgeschehen in der Region sowie über den aktuellen Stand der Impfkampagne.

Zu Beginn sprachen die Unternehmer von den Auswirkungen auf den eigenen Betrieb. Dabei wurde deutlich, dass die Wirtschaftsbranchen in beiden Landkreisen unterschiedlich betroffen sind. „Während einige Branchen, wie die Industrie, gut durch die Krise kommen und teilweise sogar ein Umsatzplus verzeichnen, sind andere Betriebe, vor allem in der Gastronomie, der Hotellerie, im Einzelhandel und im Veranstaltungsbereich sowie deren Zulieferer, extrem gebeutelt und müssen unverschuldet um ihre wirtschaftliche Existenz bangen“, fasst Ingrid Obermeier-Osl, Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses und Vizepräsidentin der IHK, die Berichte zusammen.

„Der regelmäßige Austausch untereinander zeigt uns seit Beginn der Pandemie, wie schwer teilweise die Folgen für die heimische Wirtschaft sind“, erklärt Obermeier-Osl. Sie fordert deswegen, dass alle Branchen eine Perspektive bekommen: „Die Ausschussmitglieder sind sich einig, dass die Impfkampagne deutlich an Tempo gewinnen muss, damit wir die Corona-Pandemie samt Lockdown und Einschränkungen so bald wie möglich hinter uns lassen können. Außerdem sind wir der Überzeugung, dass der starre Fokus auf die Sieben-Tage-Inzidenz als reines Maß für Lockerungen nicht mehr verhältnismäßig ist und jegliche Planungssicherheit unmöglich macht.“ Es gebe vonseiten der Unternehmer Ideen, wie Öffnungen möglich sind, betont Obermeier-Osl.

Der IHK-Regionalausschuss Altötting-Mühldorf traf sich dabei zum letzten Mal in seiner aktuellen Zusammensetzung. In einem Rückblick berichtete Obermeier-Osl über die Arbeit des Ausschusses in den vergangenen fünf Jahren. In der ablaufenden Wahlperiode hatten sich die Ausschussmitglieder zu 14 Sitzungen getroffen, in denen wiederum zehn Positionierungen zu Themen aus der Region, wie dem Ausbau der Autobahn94 sowie zur Kommunalwahl 2020, verabschiedet wurden.

Ab morgigen Freitag, 9. April, bis zum 7. Mai können die IHK-zugehörigen Unternehmen in beiden Landkreisen die neuen Mitglieder für den Regionalausschuss und die Vollversammlung bestimmen (wir berichteten).

Artikel 7 von 7