Rosenheim/Mühldorf/Traunstein – Die Auswirkungen der Corona-Pandemie bekommt auch der Ausbildungsstellenmarkt in den Landkreisen Rosenheim, Mühldorf und Traunstein weiterhin zu spüren. Vielen Betrieben fehlen laut IHK für München und Oberbayern vor allem Bewerber. Zahlen der Bundesagentur für Arbeit von Ende Juni zufolge gibt es aktuell im Landkreis Mühldorf 256 unbesetzte Lehrstellen. Diesem Angebot stehen 194 noch unversorgte Bewerber gegenüber. Rein rechnerisch kommen damit im Landkreis auf jeden unversorgten Bewerber 1,3 Lehrstellen. In der Stadt Rosenheim sind es aktuell 235, im Landkreis Rosenheim 660 unbesetzte Lehrstellen. Diesem Angebot stehen in der Stadt 184 noch unversorgte Bewerber, im Landkreis 416 gegenüber. Im Landkreis Traunstein zeigt sich ein ähnliches Bild. Dort gibt es nach Angaben des Arbeitsamtes noch 627 unbesetzte Lehrstellen bei 203 potenziellen Auszubildenden, die noch keine Lehrstelle haben. Unsere Ausbildungsbetriebe setzen weiter auf die Ausbildung von eigenem Fachkräftenachwuchs. Sie werden ihrer unternehmerischen und gesellschaftlichen Verantwortung mehr als gerecht und bieten mehr Lehrstellen an, als es Bewerber gibt“, sagt Nikolaus Binder, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Traunstein. Ingrid Obermeier-Osl, Vorsitzende des Ausschusses Altötting-Mühldorf, ergänzt: Auch dieses Jahr ist es unser Ziel, dass jeder ausbildungswillige
Schulabgänger auch eine Ausbildung antritt.“