Rohrdorf – Christian Albersinger, Obermeister der Metallinnung Rosenheim, lobte bei der Freisprechungsfeier der Metallinnung im Gasthof zur Post in Rohrdorf das Metallhandwerk. Dieses werde gebraucht, und mehr noch, es brauche den Ausbau des Produktionsstandortes Deutschland.
Gute Chancen also für die 55 Gesellen, um in ihrem Beruf weiterzukommen. Auch wenn pandemiebedingt die Gesellenbriefe schon im Februar postalisch verschickt wurden, ließen es sich viele der frischgebackenen Metallhandwerks-gesellen nicht nehmen, zur Freisprechungsfeier nach Rohrdorf zu kommen.
In Berufsschulen
viel Geld investiert
Landrat Otto Lederer lobte die Metallerausbildung, erfolgte sie doch im dualen System. Für den Ausbau der Berufsschulen habe der Landkreis viel Geld in die Hand genommen, betonte der Landrat. Den Gesellen sagte er: „Ihr habt einen wichtigen Beruf, Ihr werdet gebraucht.“ Jürgen Ersing, Leiter der Berufsschule Bad Aibling, sagte, dass er namens aller Kollegen und Ausbilder „stolz auf das gemeinsam Erreichte“ sei. Helmut Hundhammer, Leiter vom Gewerbekundencenter Chiemgau der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling, meinte, das Handwerk sei bedeutsam: „Ihr seid ein wichtiger Kunde für uns, wir setzen auf Regionalität.“
Die Gesellenprüfung sei ein Meilenstein, aber „keine Garantie für irgendetwas“, betonte Obermeister Albersinger. Ob Weiterbildung oder dem Ausbildungsbetrieb die Treue halten und dort Erfahrung sammeln, den Gesellen stehe alles offen. Die duale Ausbildung im Metallhandwerk sei einzigartig in Europa, der Mittelstand mit seinen hoch qualifizierten Fachkräften sei „der Motor von Deutschland.“ Fachkräfte werden händeringend gesucht, betonte der Obermeister. Es brauche immer das Handwerk: „Im Handwerk sind Macher immer gesucht und willkommen.“ Albersinger warb für die Region: „Im Handwerk findet ihr zuverlässige und zukunftssichere Arbeitgeber vor Ort, die vor Ort bleiben, weil der Ort und ihr Betrieb deren Lebensmittelpunkt sind.“ Kreishandwerksmeister Rudi Schiller übernahm für Lehrlingswart Ralph Seifried die Freisprechung: „Von den Pflichten der Lehrzeit frei“ wünschte er den frischgebackenen Gesellen „ein gütiges Geschick, das walte Gott.“ Obermeister Albersinger überreichte den sechs Besten des Jahrgangs aus dem Gewerk Feinwerkmechaniker und Metallbauer Urkunden und Präsente von Firmen aus der Region. Georg Hiemer von der Firma Franz Abendstein, im Gewerk Metallbau und Marcel Heim, von der Prokutec GmbH, im Gewerk Feinwerkmechanik dürfen am Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks auf Kammerebene teilnehmen.