Bruckmühl – Nach vier Jahren Bauzeit ist die Erweiterung des Salus-Firmenhauptsitzes in Bruckmühl abgeschlossen. Teile von Produktion, Labors und Büros sind bereits umgezogen und füllen das Gebäude seither mit Leben. Salus investierte mehr als 15 Millionen Euro. „Wir freuen uns, dass Salus als Marktführer in der Herstellung von Reformhaus-Naturarzneimitteln in Bruckmühl investiert und vor Ort 400 Mitarbeiter beschäftigt“, würdigt Bürgermeister Richard Richter das Engagement des Traditionsunternehmens. Das sei ein klares Bekenntnis zum Standort im Herzen von Bruckmühl. Die Investition zahlt sich nachhaltig aus: Künftig werden 1900 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart und 50000 Kilowattstunden mehr Strom produziert. Ein spezielles Niedertemperatur-Heizkonzept heizt das gesamte Gebäude zu 80 bis 90 Prozent mit Abwärme aus der Produktion. Zudem wurde im Gebäude ein hocheffizientes Kühlsystem verbaut, mit dem aus einer Kilowattstunde Strom bis zu 14 kWh Kälte erzeugt werden. Intelligente Gebäudeleittechnik regelt und optimiert die Energieströme. Als Bodenbelag in den Büros des Neubaus dient ein Teppichboden aus recycelten Fischernetzen. Rund um das Gebäude wurden zur Förderung der Artenvielfalt regionale Baumarten gepflanzt und Blühflächen angelegt.
Auf dem Dach wurde eine Fotovoltaik-Anlage mit einer Dachbegrünung kombiniert. Dadurch wird die Oberfläche des Daches gekühlt und der Wirkungsgrad der Anlage erhöht. Die Stromversorgung ist bereits seit 2002 vollständig regenerativ und CO2-neutral. Der größte Anteil der Emissionen, die derzeit noch nicht vermieden werden können, stammt aus der Wärmeversorgung durch Erdgas. Das Unternehmen geht nun den nächsten Schritt: Mit einem eigenen Biomasseheizwerk wird das fossile Erdgas durch Holz ersetzt. Dafür werden 7,5 Millionen Euro investiert. „Es ist im Sinne des Umweltschutzes und der Energiepolitik unserer Marktgemeinde, dass erneuerbare Energie vor Ort erzeugt und verbraucht wird“, so Bürgermeister Richter.