Generationswechsel und Hofübergabe als Themenschwerpunkte

von Redaktion

Landwirtschaftstag der VR-Bank Taufkirchen-Dorfen – Neue Vorsitzende stellen sich den bäuerlichen Betrieben vor

Buchbach – Bereits zum siebten Landwirtschaftstag lud die VR-Bank Taufkirchen-Dorfen ins Gasthaus Sterneck ein. Der große Saal war voll, viele Angehörige landwirtschaftlicher Betriebe aus dem Mühldorfer Landkreis und den angrenzenden Landkreisen waren der Einladung gefolgt.

Neben Banktipps von Vorsitzendem Josef Schmied standen zwei weitere interessante Themen auf dem Programm. Hauptreferent Andreas Klein, Diakon und Leiter der bäuerlichen Familienberatung a.D., berichtete von seiner Erfahrung mit der Übergabe eines Hofes, und die VR-Bank hatte ebenfalls einen Generationswechsel mitzuteilen. Zunächst gab Andreas Klein seinen Überblick zum Thema „Hofübergabe und besser leben“. Weil es ein Thema ist, das viel Konfliktstoff birgt, zeigte er anhand von anonymisierten Beispielen auf, wo die Probleme oft liegen und wie man durch rechtzeitige Vorbereitung dem vorgreifen kann. So brauche es viele Gespräche mit der Familie, Schwierigkeiten entstünden durch mangelnde Absprachen, aber auch durch mangelnde Wertschätzung. Loslassen sei oft ein Problem.

Dabei sei es kein Zeichen von Schwäche, sich Hilfe von außen zu holen, zum Beispiel bei der bäuerlichen Familienberatung. Er wies auf die notarielle Absicherung hin und auf die Regelung von Nießbrauch. Zur Frage, „Was ist, wenn kein Nachfolger da ist?“ Verwies er auf sogenannte „Hofsucher“. Beim Bauernverband gäbe es einen Adressenfundus. Nachdem er einen Einblick in die häufigsten Konfliktsituationen gegeben hatte, schloss er den Vortrag mit dem Aufruf „Hof übergeben, freier leben!“. Sein Honorar in Höhe von 1000 Euro stellte er den Katholischen Dorf- und Betriebshelferinnen zur Verfügung. Das Thema Übergabe griff der Vorsitzende der VR-Bank auf, um seinen Vorstandswechsel zu präsentieren. Gleich drei der derzeitigen langjährigen Vorstände gehen in den Ruhestand, Heinrich Oberreitmeier, Gerhard Hilger und Josef Schmied. Es sei der VR-Bank gelungen, größtenteils aus den eigenen Reihen zu besetzen. Mit Markus Aigner stellte sich ein neuer Vorsitzender vor, der aus Taufkirchen stammt. Der Familienvater hat zahlreiche Ehrenämter inne und begann seine Karriere bei der VR-Bank 1994. Dabei war er immer im Kundengeschäft tätig. Der zweite neue Kopf im Vorsitz ist Robert Pyrkorsch, ebenfalls Familienvater aus Taufkirchen und ehrenamtlich tätig. Er begann seine Karriere bei der VR-Bank 1992 und nicht im Kundengeschäft, sondern in der Sachbearbeitung. Der Wechsel der Vorsitzenden wird im Lauf des Jahres vollzogen. Auch innerhalb der VR-Bank konnten nahezu alle Stellen intern besetzt werden. sn

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