Schüler-Team feiert beim Wettbewerb „Jugend gründet“ großen Erfolg

von Redaktion

Vier Gymnasiasten aus der Region erreichen mit App Platz zwei – Mit KI wird Haut auf Auffälligkeiten hin untersucht

Traunstein/München – Ein Schülerteam des Traunsteiner Chiemgau-Gymnasiums hat beim Wettbewerb „Jugend gründet“ den zweiten Platz in Süddeutschland belegt. Bayerns Kultusminister Michael Piazolo lobte den Unternehmergeist und das Verantwortungsbewusstsein aller teilnehmenden Teams.

Es ist der Traum vieler junger Menschen überall auf der Welt: ein eigenes Unternehmen gründen und darin sich selbst und seine Ideen verwirklichen. Ein Ziel, dem Leonie Schwanecke, Georg Sax, Maximilian Scherm und Philipp Geißelbrecht vom Chiemgau-Gymnasium in den vergangenen Wochen ein großes Stück nähergekommen sind. Im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend gründet“ entwickelten sie die App „Exoskin“.

Für ihr Projekt wurden sie nun in München von einer Expertenjury mit dem zweiten Platz in Süddeutschland ausgezeichnet. Unter den Gratulanten vor Ort war auch Michael Piazolo, der an die Traunsteiner Gymnasiasten gerichtet betonte: „Mit eurer Idee und eurem Konzept seid ihr von der Schulbank direkt in den Chefsessel gesprungen. Die Idee eurer App, mit der sich mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) die menschliche Haut zuverlässig, flächendeckend und regelmäßig auf Auffälligkeiten untersuchen lässt und die auf Basis dieser Erkenntnisse sogar Behandlungsempfehlungen ausspricht, ist toll und wichtig.“

Die App könne medizinisch eine sehr wertvolle Unterstützung sein. „Ihr habt also nicht nur unternehmerisches Geschick bewiesen, sondern auch gezeigt, dass ihr bereit seid, Verantwortung zu übernehmen und anderen Menschen zu helfen“, zeigte sich Piazolo beeindruckt.

Das Chiemgau-Gymnasium war in München mit gleich zwei Teams unter den insgesamt zehn süddeutschen Teams vertreten, die sich für die bundesweiten Vorstellungsveranstaltungen qualifiziert hatten. Platz eins belegte das Team der Klosterschule am Heiligen Grab aus Baden-Württemberg, das mit der Erfindung eines faltbaren Kleiderbügels überzeugt hatte.

Bundesweit nahmen rund 870 Schülerteams am Wettbewerb teil, mehr als je zuvor in der 20-jährigen Geschichte des Wettbewerbs. Für Piazolo sind alle Teilnehmer Sieger: „Ganz gleich, aus welchem Bundesland ihr kommt oder welche Ideen ihr mitgebracht habt: Bei diesem innovativen Wettbewerb wurdet ihr zu Start-up-Gründern und Nachwuchsunternehmern, die ihre eigenen Geschäftsideen entwickeln.“

Er sei überzeugt, dass das praxisnahe Vermitteln von unternehmerischem Denken und Handeln ein Gewinn für die jungen Menschen und für den Wirtschaftsstandort Deutschland sei. Der Wettbewerb solle die Schüler in ihrer Kreativität bestärken. „Vielleicht ist die eine oder der andere dadurch ja auf den Geschmack gekommen, auch tatsächlich schon bald ein echtes Start-up zu gründen.“

Artikel 7 von 8