Viehzuchtgenossenschaft feiert Jubiläumstierschau

von Redaktion

Züchter aus dem ganzen Fleckviehzuchtgebiet statten dem Miesbacher Großviehmarkt einen Besuch ab

Miesbach/Rosenheim – Als eine spannende Versteigerung entpuppte sich der Großviehmarkt mit dem Verkauf von zwei Embryonenpaketen. Züchter aus dem ganzen Fleckviehzuchtgebiet erschienen zur Großviehversteigerung in Miesbach aufgrund des Angebotes zweier Embryonenpakete und zwei züchterisch wertvollen Jungrindern. Dazu kamen noch Kaufaufträge, die telefonisch zugeschaltet waren. Für einen Stückpreis von 2750 Euro wurden zwei Embryonen des Stieres Heiss verkauft, einem der momentan besten Fleckviehstiere. Mütterlicherseits gehen die Embryonen auf das derzeit zuchtwertstärkste Woiwode-Rind, aus 1131 typisierten Halbschwestern, zurück. Für die gleiche Kombination wurden nochmals 2100 Euro geboten, wobei der Züchter bei einem Verkauf eines etwaigen Zuchtstieres an eine Besamungsstation prozentual beteiligt wird.

Einen stolzen Preis erzielte auch ein heterozygot vererbendes Musikus-Rind mit 2600 Euro. Das fünf Monate alte Jungrind besitzt einen aktuellen Gesamtzuchtwert von 136. Für ein Westwind- Jungrind mit einem Alter von sechs Monaten wurde noch 1100 Euro bezahlt.

Zufrieden waren auch die Züchter und Aufzüchter der 19 verkauften Zuchtstiere, da sie einen mittleren Versteigerungspreis von 2755 Euro erzielten. Vor allem für gut entwickelte Zuchtstiere, die die Hornlosigkeit reinerbig vererben, werden meist Preise über 3000 Euro bezahlt. So kostete ein Mercury-Sohn aus dem Zuchtbetrieb Johann Grad in Brannenburg 3750 Euro.

Johann Bucher aus Hausham bot zwei reinerbige Zuchtstiere in Bezug auf Hornlosigkeit an. Sie konnten für durchschnittlich 3250 Euro an Milchviehbetriebe verkauft werden. Für eine trächtige und weidegewohnte Kalbin mit einer guten Euteranlage wurde 2300 Euro bezahlt. Für das große Angebot von 129 Jungkühen fanden sich diesmal mehr Käufer als gewohnt ein, jedoch sorgen schlechtere Milchviehpreise für ein niedrigeres Preisniveau. Aufgrund dessen lag der Durchschnittspreis mit 1933 Euro wieder einmal seit längerer Zeit unter 2000 Euro. Diesmal wurden fünf Jungkühe in die Wertklasse 2a vorgezogen. Sie erzielten einen durchschnittlichen Versteigerungspreis von 2470 Euro bei einer Spanne zwischen 2350 und 2550 Euro. Hier wurde bereits ersichtlich, dass diesmal keine Preise mehr über 3000 herauskommen. Der Spitzenpreis betrug diesmal 2850 Euro. Lorenz Wittmoser aus Fischbachau, der seinen Betrieb biologisch bewirtschaftet, erhielt diesen Zuschlag für eine geälpte Royal-Tochter mit 27,5 Kilo Milchleistung. Zehn Jungkühe blieben mit ihrem Versteigerungspreis unter 1500 Euro. Elf Stiere, 31 Jungkühe, eine Kalbin und die zwei Jungrinder blieben im Verbandsgebiet.

Je zwei Stiere und Zweitkalbskühe, sowie 60 Jungkühe wurden im restlichen Bayern verkauft. Sechs Stiere, eine Zweitkalbskuh und sieben Jungkühe verschlug es in das restliche Bundesgebiet. 26 Jungkühe gehen an Zuchtbetriebe in den Niederlanden und Südtirol. Der nächste Markt findet am Mittwoch, 10. Mai, statt. Am heutigen Samstag feiert die Viehzuchtgenossenschaft Rosenheim ihre Jubiläumstierschau in der Oberlandhalle.

Artikel 6 von 7