Zufriedenstellende Zuchtviehpreise in Traunstein

von Redaktion

Nachfrage aus den Niederlanden fehlt beim Großviehmarkt – Drei Jungkühe erreichen Spitzenpreis von 2500 Euro

Traunstein – Die Zuchtviehpreise schwächen sich etwas ab, weil die Milchauszahlungspreise abwärts gehen – so lautet das Resümee nach dem letzten Großviehmarkt in Traunstein in der vergangenen Woche. Vor allem die Nachfrage aus den Niederlanden fehlte bei diesem Markt. Dort geht der Milchpreis noch rapider nach unten. Das erreichte Ergebnis mit einem durchschnittlichen Jungkuhpreis von 2045 Euro für die 57 verkauften Tiere ist deshalb zufriedenstellend.

Eine gute Nachfrage aus dem eigenen Zuchtgebiet belebte die Versteigerung. Ein reinerbig vererbender Stier in Bezug auf Hornlosigkeit konnte für 3250 Euro verkauft werden. Der durchschnittliche Preis für drei hochleistende Zweitkalbskühe lag bei 2383 Euro. Auch zwei gut entwickelte trächtige Kalbinnen wechselten zum Preis von 2275 Euro den Besitzer.

Der teuerste Stier des Marktes namens Vartary kam aus dem Zuchtbetrieb Rudi Kaltner aus Mörn in der Gemeinde Seeon. Neben der Hornlosigkeit besitzt dieser Stier auch weitere gute Werte wie einen Gesamtzuchtwert von 133, einen Zuchtwert für Melkbarkeit von 109 und einen Zuchtwert für Eutervererbung von 119.

Ein zweiter Stier wurde auf dem Markt für 1950 Euro versteigert. Weitere Stiere – teilweise mit Weidetauglichkeit und Deckerfahrung – wurden bereits ab Hof vermittelt und werden über den Markt abgerechnet.

Drei Jungkühe ordnete die Bewertungskommission in die Wertklasse 1 ein, wobei eine Mydarling-Tochter aus dem Betrieb Alois Rehrl aus Seeleiten mit einem Steigpreis von 2500 Euro den Tageshöchstpreis bei den Jungkühen erzielte.

Dieser wurde außerdem noch von zwei Jungkühen in der Wertklasse 2a erreicht. Alois Sailer aus Dandlberg bot eine leistungsstarke Jungkuh mit einem sehr guten Exterieur zum Verkauf an. Wegen einer Doppelbesamung ist deren Vater unbekannt, könnte aber jederzeit ermittelt werden. Bei der zweiten Jungkuh handelte es sich um eine Votary-Tochter aus dem biologisch wirtschaftenden Zuchtbetrieb von Albert Aschauer mit einer Milchleistung von 30 Kilo.

Insgesamt gesehen konnten die Züchter bei diesem Markt eine sehr ausgeglichene Kollektion mit gutem Exterieur anbieten. Nur bei acht Jungkühen erfolgte der Zuschlag unter 1800 Euro. Meist war dafür eine geringere Milchleistung unter 25 Kilo die Ursache. Eine hohe Zahl von 32 Zuchttieren blieb diesmal im eigenen Gebiet. Dabei handelte es sich um drei Stiere, die drei Zweitkalbs- und 26 Jungkühe. Einen Stier, eine Kalbin und 16 Jungkühe ersteigerten sich bayerische Käufer. Ein Stier und drei Jungkühe konnten im restlichen Bundesgebiet abgesetzt werden. 14 Zuchttiere wechseln über Viehhandelsunternehmen nach Südtirol.

Der nächste Großviehmarkt in Traunstein findet am Mittwoch, 17. Mai, statt.

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