INN-ovativ ist auf Neuregelung für Berufskraftfahrer vorbereitet

von Redaktion

Kiefersfeldener Unternehmen entwickelt in Zusammenarbeit mit Fahrschule Lern-Module für die Weiterbildung

Kiefersfelden – Seit dem Jahr 2009 ist das Fahrpersonal im gewerblichen Güterkraft- und Personenverkehr zur regelmäßigen Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen verpflichtet. Die Grundlage dafür bildet derzeit das Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz (BKrFQG). Dieses soll jetzt reformiert werden.

Als ein wesentlicher Bestandteil ist vorgesehen, dass künftig von den vorgeschriebenen 35 Stunden Qualifizierungsmaßnahmen bis zu zwölf Stunden digital absolviert werden können. Die INN-ovativ GmbH & Co. KG, Anbieter der E-Learning-Plattform Spedifort in Kiefersfelden, ist darauf bereits vorbereitet und hat ihr Angebot entsprechend angepasst.

„Die geplante Reform des BKrFQG ist ein bedeutender Schritt auf dem Weg zu einer stärkeren Digitalisierung bei der Aus- und Weiterbildung. Sie gibt Transport- und Logistikunternehmen erstmals auch in Deutschland eine Wahlmöglichkeit bei den gesetzlich vorgeschriebenen Qualifizierungsmaßnahmen“, erklärt Andreas Rinnhofer, Geschäftsführer der INN-ovativ GmbH & Co. KG. In anderen europäischen Ländern bestehe bereits die Möglichkeit, einen Teil der Weiterbildungseinheiten digital zu absolvieren.

In Zusammenarbeit mit einer Fahrschule wurden die geforderten Inhalte in Einheiten zusammengefasst und für die Vermittlung durch E-Learning-Programme aufbereitet. Die einzelnen Module behandeln unter anderem Sozialvorschriften wie Lenk- und Ruhezeiten, wirtschaftliches Fahren, Ladungssicherung, Fahrzeug- und Sicherheitstechnik sowie Gesundheit am Arbeitsplatz. Busfahrer werden zusätzlich im Umgang mit schwierigen oder gelangweilten Fahrgästen psychologisch geschult.

Für INN-ovativ-Geschäftsführer Rinnhofer steht außer Frage, dass sich das digitale Lernen, wie es auch zahlreiche Branchenverbände längst fordern, nach und nach einen festen Platz bei der Wissensvermittlung in Transport- und Logistikunternehmen erobern wird: „Anfangs besteht oft noch eine Skepsis, was den mit der Umstellung verbundenen Aufwand angeht. Ist ein E-Learning-System aber erst einmal implementiert, zeigt die Erfahrung, dass es mit der Zeit für immer mehr Lerninhalte in Anspruch genommen wird“, sagt er.

Artikel 7 von 9