Feldkirchen-Westerham – Bei der traditionellen gemeinsamen Jahresabschlussveranstaltung des Werberings Mangfalltal und des BDS-Gewerbeverbands Mangfalltal bildete die Verleihung der Unternehmerpreise einen Schwerpunkt. Im vollen „Kellerwirt“ in Vagen zeichnete die Vorsitzende Christine Knoll drei Unternehmen in den Kategorien Innovation, Ausbildung und Lebenswerk aus. In der Kategorie „Ausbildung“ wurde das Salus-Haus Bruckmühl geehrt. In seiner Laudatio erläuterte Bruckmühls Bürgermeister Richard Richter die Gründe für die Auszeichnung.
Fokus auf
Nachwuchsförderung
„Salus zeigt über Jahrzehnte hinweg ein außerordentliches Engagement im Bereich Ausbildung und Nachwuchsförderung. Neben einem großen Angebot an unterschiedlichen Ausbildungsberufen liegt es Salus aber auch sehr am Herzen, den Nachwuchs für eine Mitgestaltung der Zukunft zu motivieren“. Die gezielte Nachwuchsförderung zeige sich unter anderem auch in Maßnahmen wie der Einführungswoche, Betriebsunterricht, Trainings- und Schulungsmaßnahmen und Freistellung zu Prüfungsvorbereitungen. „Ich freue mich, Salus bei uns in Bruckmühl seit mehr als 55 Jahren als Unternehmen zu haben. Die positive Wirkung erstreckt sich auf die ganze Region“ stellte er abschließend fest und überreichte die Auszeichnung an Maria Weber von der Salus-Personalabteilung.
Den Preis für Innovation erhielt der aufstrebende Gastronom Franz Josef Bergmüller. Laudator Hans Bäuerle schilderte den Werdgang, unter anderem mit Stationen bei verschiedenen Sterne-Köchen und einer USA-Tätigkeit. Nach seiner Rückkehr arbeitete er sich für die Betriebsnachfolge im elterlichen Gasthof „Wirt von Laus“ ein, den er zusammen mit seinem Bruder Daniel inzwischen in der neunten Generation führt. „Franz Josef liebt die Teamarbeit und ist offen für Innovationen. Er setzt auf lokale Produkte und auch auf bayerische Schmankerl in der hauseigenen Metzgerei seines Vaters. Auch das ist für das gastronomische Rezept von Franz Josef wichtig“ betonte Bäuerle und fügte hinzu: „Viele Inspirationen hat sich Franz Josef mit seinen Kontakten mit Kollegen und Spitzenköchen geholt“.
Zudem gibt es im Gasthof immer wieder mexikanische Wochen mit Originalgerichten aus Mexiko, dem Heimatland seiner Ehefrau Carla. Außerdem stellt er Speiseeis her und probiert dabei immer wieder neue Kreationen aus. In der heutigen Zeit sei es in der Gastronomie sehr schwierig, junge Leute für den Kochberuf zu motivieren. „Du bist ein Beispiel dafür, dass man in diesem Beruf sehr viel erreichen kann. Dies liegt mit Sicherheit auch daran, dass bei dir der Beruf noch für „Berufung“ steht“ würdigte Bäuerle abschließend. Die „Lebenswerk“-Auszeichnung erhielt Hubert Steffl (Hofbäckerei Steingraber in Vagen). Der Zweite Werbering/BDS-Vorsitzende Robert Schlamp ließ in seiner Laudatio Steffls Berufs- und Lebensweg Revue passieren. Nach seiner Schulzeit hat Hubert Steffl den Bäckerberuf erlernt und bereits mit 20 Jahren die Meisterprüfung abgelegt. Nach der Übernahme der elterlichen Bäckerei und Landwirtschaft in Vagen 1980 begann er mit der Produktion von biologischen Backwaren, der Belieferung von Naturkostläden, der Anschaffung von Verkaufswägen und der Beschickung von mittlerweile 20 Wochenmärken in der Region.
„Derzeit werden 70 Kunden beliefert“ hob der Redner hervor. 1999 wurde der Aussiedlerhof errichtet. Inzwischen teilen sich die nächste Steffl-Generation in Gestalt seiner Söhne Florian, Dominik und Rasso die Geschäftsbereiche Bäckerei, Vermarktung von Fleisch und Käse (aus der eigenen Landwirtschaft) und Wochenmarkt (zusammen mit Mama Christl) auf. Neben seinen geschäftlichen Aktivitäten engagiert sich Hubert seit Jahrzehnten stark im Ehrenamt – in der Kommunalpolitik (unter anderem 18 Jahre als Gemeinderat in Feldkirchen-Westerham), als Obermeister und Prüfungsausschuss-Mitglied der Bäckerinnung und im Vereinswesen.
Durchsetzungskraft
und definierte Ziele
„Hubert ist Motivator, Visionär und Perspektivengeber, ein Unternehmer mit Mut, Durchsetzungskraft und klar definierten Zielen“ attestierte der Laudator am Ende.