Andreas Remmelberger mit dem reinerbig hornlosen Jedi-Sohn „Jet“, der bei der Station CRV Deutschland in den Besamungseinsatz geht. Foto Rinderzuchtverband Traunstein
Traunstein – 98 Zuchttiere wechselten beim letzten Zuchtviehmarkt in der Chiemgauhalle in Traunstein in neue Ställe. Viele Besucher und Käufer sorgten für eine positive Marktstimmung.
Mit 3350 Euro Steigpreis blieb ein IQ-Sohn aus dem Betrieb von Andreas Remmelberger aus Holzen bei Kay nur geringfügig unter dem Mindestpreis von Besamungsstieren. Den Spitzenstier des Marktes, einen Jedi-Sohn aus dem gleichen Zuchtbetrieb, erwarb Johannes Wolf für die Besamungsstation CRV Deutschland für 14500 Euro.
Eine interessante
Linienalternative
Die J-Linie ist in der Fleckviehzucht wenig vertreten, sodass dieser Stier eine interessante Linienalternative darstellt. In wichtigen Zuchtwerten vererbt er weit überdurchschnittlich. So liegen seine Zuchtwerte für Nutzungsdauer bei 126, Eutergesundheit bei 123, Kalbinneneignung bei 116, Fundament bei 118 und Euter bei 121. Mit diesen Zuchtwerten und dem zweithöchsten Gesamtzuchtwert von 138 ist er seinen 74 getesteten Halbgeschwistern in allen Bereichen überlegen. Dazu kommt noch das Gen auf Hornlosigkeit, das die Mutter des Stieres beisteuert.
Zwei weitere hochwertige Zuchtstiere aus dem Betrieb Hubert Hartl aus Bürghub, die ebenfalls zu 50 Prozent hornlose Kälber liefern, konnten für im Mittel 2300 Euro verkauft werden. Dazu kamen zwei gut entwickelte Zuchtstiere, die gehörnt vererben und die für durchschnittlich 2225 Euro einen neuen Besitzer fanden.
Zwei trächtige Kalbinnen kosteten 2100 und 2150 Euro. Zwölf jugendlich wirkende Zweitkalbskühe erzielten einen mittleren Steigpreis von 2067 Euro. Angeboten wurden sie mit einer mittleren Milchleistung von 32,4 Kilo und Lebendgewichten von 580 und 751 Kilo. Gute Euteranlagen und zum Teil eine bereits vorliegende Trächtigkeit sorgten dafür, dass sie mit Ausnahme einer Zweitkalbskuh für Steigpreise zwischen 1700 und 2400 Euro den Zuschlag erhielten.
Bio-Jungkuh aus Eibl
erzielt hohen Preis
Für 76 verkaufte Jungkühe erzielten die Züchter einen mittleren Versteigerungspreis von 2082 Euro. Die hohe Dichte an Jungkühen mit guten Fundamenten und eng ansitzenden Eutern findet man nur an wenigen Marktstandorten. Durch diese Qualität gehören Käufer aus Südtirol, Holland und Württemberg zu regelmäßigen Kaufinteressenten. Drei Jungkühe der Wertklasse 1 kosteten 2466 Euro im Mittel. Neben einem guten Exterieur liegt deren Milchleistung bei rund 32,8 Kilo Milch bei einer Melkbarkeit von 2,87 Kilogramm pro Minute. Züchter dieser Jungkühe sind Gabriele Schnaiter aus Pettendorf in der Gemeinde Marquartstein, Robert Steinmassl aus Hausen in der Gemeinde Kirchanschöring und Hubert Hartl aus Bürghub in der Gemeinde Seeon.
Den höchsten Zuschlag für Jungkühe mit 2800 Euro erzielte Martina Posch aus Eibl bei Otting. Ihre elegante Bio-Jungkuh mit über 700 Kilogramm Lebendgewicht und 27,4 Kilo Milch-Leistung wechselt in einen Zuchtbetrieb im Bayerischen Wald. Insgesamt konnten 24 Jungkühe für einen Steigpreis über 2200 Euro verkauft werden. Nur sieben Jungkühe wechselten unter 1700 Euro den Besitzer.