IG Bau warnt vor Streik

von Redaktion

Rosenheim – Auf den Baustellen in Rosenheim könnten sie bald stillstehen: Bagger, Kräne, Betonmischer. „Das droht, wenn der Bau in den Streik rutscht“, warnt Harald Wulf. Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Oberbayern spricht von einer „extrem heiklen Phase für die Bauwirtschaft in Rosenheim“. Grund sei das drohende Platzen der Tarifrunde im Bauhauptgewerbe. „Drei Verhandlungstreffen haben die Arbeitgeber scheitern lassen. Jetzt liegt ein Schlichterspruch auf dem Tisch. Aber Bauhandwerk und Bauindustrie machen bislang keine Anstalten, den Kompromiss zu akzeptieren. Wenn sie als Dauer-Nein-Sager weiter auf stur schalten, dann gibt es einen Bau-Streik“, so Harald Wulf. Insgesamt gibt es 54 Bauunternehmen in Rosenheim. Aktuell arbeiten dort mehr als 900 Beschäftigte. „Noch jedenfalls“, so Wulf. Denn er erwartet eine „regelrechte Fachkräfte-Flucht“ von den Baustellen: „Wenn nicht mehr in die Lohntüten kommt, dann sind die Leute ruckzuck weg. Viele werden dem Bau den Rücken kehren.“ Denn wer auf dem Bau arbeite, der finde überall schnell einen neuen Job. „Doch wer einmal geht, der kommt nicht wieder auf den Bau zurück“, macht Harald Wulf deutlich. Um das „noch in letzter Minute zu verhindern“, müssten die Bauunternehmen in Rosenheim ihren eigenen Verbänden von Bauhandwerk und Bauindustrie jetzt „gehörig auf die Füße treten“. Die Branche brauche ein schnelles Ja zum Schlichterspruch.

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