Lehrlingszahlen steigen kontinuierlich an

von Redaktion

Jahreshauptversammlung der Schreinerinnung Mühldorf mit Ehrung

Kirchdorf – Sehr gut besucht war die Jahreshauptversammlung der Schreinerinnung Mühldorf, die Eingangs mit einer informativen Betriebsbesichtigung beim Obermeister Josef Schneider in Kirchdorf bei Haag stattfand. Hier konnten sich die Mitglieder einen Eindruck des Betriebes mit modernster Technik und Maschinen einholen. Josef Schneider freute, dass er eine so große Anzahl an Mitgliedern begrüßen durfte. Sein besonderer Gruß galt seinem Obermeisterkollegen aus Altötting, Christian Rusitschka, sowie dessen Stellvertreter Kurt Blüml, den Referenten Roland Endl und den neuen Schulleiter der Berufsschule I, Thorsten Kögler.

Obermeister Josef Schneider gab zunächst einen Überblick über die Eckdaten des vergangenen Jahres. Es gab im letzten Jahr weder Abgänge noch Zugänge, weshalb der Mitgliederstand konstant bei 51 blieb. An Veranstaltungen waren neben den Jahres-, Herbst- und Vorstandssitzungen, eine Info-Veranstaltung zur Vorstellung von Elektro-Staplern sowie die Ausbildung zum Staplerfahrer.

Erfreulich äußerte sich Obermeister Josef Schneider über die Ausbildungszahlen. Von 2021 bis 2023 konnten die Lehrlingszahlen um 11 Azubis gesteigert werden, sodass derzeit an der Berufsschule I in Mühldorf 56 Schreiner beschult werden. Bei der Gesellenprüfung nahmen 23 Azubis teil, die mit einem Notendurchschnitt von 2,5 im praktischen Teil und 3,2 im theoretischen Teil alle bestanden.

Die Innungsbesten waren: Josef Schneider (Ausbildungsbetrieb: Daxenberger, Seeon), der die Innung beim Berufswettbewerb des Bezirkes Oberbayern vertrat und hier den fünften Platz belegte. Alexandra Bruckmeier (Ausbildungsbetrieb Schörghuber, Ampfing) und Benjamin Winterer (Ausbildungsbetrieb Heumeier, Rattenkirchen).

Sieger beim Wettbewerb „Die Gute Form 2023“ waren: 1. Benedikt Esterl (Schreinerei Danner, Niedertaufkirchen), 2. Niko Huber (Schreinerei Schneider, Kirchdorf), 3. Stefan Meier (Schreinerei Manhart, Unterreit), 3. Josef Schneider (Schreinerei Daxenberger, Seeon).

Detailliert legte Obermeister Josef Schneider die Zahlen der Jahresrechnung 2023 und den Haushalt 2024 vor. Die Jahresrechnung wurde mit einem minimalen Defizit abgeschlossen. Hier hat die Innung weitsichtig geplant und Rücklagen angelegt, um bei etwaigen wirtschaftlichen Schwierigkeiten auf diese zurückgreifen zu können und eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrags zum jetzigen Zeitpunkt zu umgehen. Die beiden Rechnungsprüfer Josef Wastlhuber und Michael Obereisenbuchner empfahlen die Entlastung, die einstimmig erfolgte. Anschließend bedankte sich der Obermeister bei den Vorstandsmitgliedern für deren Engagement und gute Zusammenarbeit während des abgelaufenen Jahres.

Der besondere Höhepunkt der Veranstaltung war die Überreichung von drei „Goldenen Meisterbriefen“. Wie der Obermeister vor der Verleihung bekannt gab, ist für die Verleihung ausschlaggebend, dass man 35 Jahre einen Betrieb führen muss.

Unter großem Beifall der Versammlung erhielten den „Goldenen Meisterbrief“: Johann Gruber aus Egglkofen, Johann Breu aus Kraiburg/ Inn und Hans-Peter Kohlschmid aus Ampfing. In seiner Laudatio dankte der Obermeister ferner Hans Peter Kohlschmid für die von ihm ausgeübten Ehrenämter als Mitglied im Gesellenausschuss, Gesellenprüfungsausschuss, Ausschuss für Berufsbildung und für Lehrlingsstreitigkeiten.

Interessiert verfolgten die Mitglieder den Fachvortrag des stellvertretenden Obermeisters der Schreiner-Innung Deggendorf, Roland Endl, zum Thema „Digitalisierung im Schreinerhandwerk“. Eingangs stellte der Referent klar: „Noch vor 20 Jahren gab es eine völlig andere Situation. Inzwischen hat ein schneller Wandel im Schreinerhandwerk stattgefunden. Um unverzichtbaren, dauerhaften Erfolg in der Branche zu haben, ist die Digitalisierung und die Hardware unabdingbar. So sollte mittlerweile Whats-app am PC Standard sein“. Zusammenfassend und ausführlich gab Roland Endl detailliert Auskunft über die Themen „Software gewinnt immer mehr Bedeutung“, „Stete Erneuerung der Digitalisierung aber Blick für das Wesentliche nicht verlieren“, „Nicht zu viele Systeme verwenden“, „Niemals die IT-Sicherheit außer Acht lassen“, „Externe Hilfe und Unterstützung von IT-Spezialisten einholen“ sowie „kontinuierliches Interesse und Geduld aufbringen“.

Zum Abschluss der Jahreshauptversammlung gab der Obermeister noch einen Ausblick auf den Bayerischen Schreinertag im Juni in Bad Windsheim und für den Juli auf die Ausstellung der Gesellenstücke im Stadtsaal in Neuötting. am

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