Raiffeisen wirtschaftet solide

von Redaktion

Bei der Generalversammlung der Raiffeisenbank Taufkirchen-Oberneukirchen präsentierte der Vorstand trotz vieler Herausforderungen ein erfolgreiches Geschäftsergebnis für 2023.

Oberneukirchen/Taufkirchen – Bis auf den letzten Platz füllte sich der Saal vom Holzmannwirt, als die Raiffeisenbank Taufkirchen-Oberneukirchen zu ihrer diesjährigen Generalversammlung eingeladen hatte. Aufsichtsratsvorsitzender Andi Koch übergab nach seiner Begrüßung, dem Totengedenken und einem allgemeinen Jahresrückblick das Wort an Vorstandsmitglied Hans Fürstenberger.

Immer mehr Bürokratie

Dieser nahm Stellung zu den Besonderheiten, die die Bank im letzten Geschäftsjahr zu bewältigen hatte. Die plötzliche Zinswende, eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft und der Einbruch bei der Bauwirtschaft sorgten für Herausforderungen. Dazu komme die enorme Bürokratie und Regulatorik, die auch im Bankwesen immer mehr auf- statt abgebaut wird.

Hans Fürstenberger bedauerte besonders, dass kleine oder mittlere Genossenschaftsbanken annähernd dieselben Auflagen und Kennzahlen einzuhalten haben, wie jene Banken, die in großen Konzernen organisiert sind. Diese Voraussetzungen sowie die allgemein bekannten Krisen würden die Erfüllung des genossenschaftlichen Förderauftrags erschweren. Umso mehr freut sich der Vorstand, dass sich der nachhaltige und konservative Kurs der Raiffeisenbank weiterhin bewährt und das Wirtschaftsjahr 2023 erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

33 Beschäftigte,
mehr als 7000 Kunden

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 stieg um 1,5 Prozent auf 366 Millionen Euro. Auf der Aktivseite der Bilanz steht das direkte Kreditgeschäft zwischen Bank und Kunden mit 332 Millionen Euro mit einer Steigerung von 4,5 Prozent. Gegenüber auf der Passivseite werden die Kundenanlagen bei der Bank mit 249 Millionen Euro geführt, hier war ein kleiner Rückgang von 0,1 Prozent zu verzeichnen.

Noch wichtiger und aussagekräftiger ist das betreute Kundengesamtvolumen mit einem Gesamtbetrag von 742 Millionen Euro, was einer erfreulichen Steigerung von 3,3 Prozent entspricht. Hier werden sowohl sämtliche Einlagen als auch die Darlehen bei den Verbundpartnern und Förderbanken miteinbezogen.

Für die Betreuung der 7540 Kunden und der ordentlichen Erfüllung sämtlicher Aufgaben im Bankgeschäft sorgen 33 Beschäftigte. Durch eine schlanke und kostenorientierte Arbeitsweise liegen die Verwaltungskosten mit 3,2 Millionen Euro recht niedrig. Insgesamt liegt die Aufwand-Ertrag-Relation bei 36,3 Prozent – bayernweit eines der besten Ergebnisse aller Genossenschaftsbanken.

„Unsere Gemeinden dürfen sich auf Gewerbesteuern von knapp 700000 Euro freuen“, so Fürstenberger. Die Mitglieder erhalten eine Dividende und einen Mitgliederbonus von zusammen sechs Prozent.

Hans Fürstenberger bedankte sich bei den Mitarbeitern ausdrücklich für das überdurchschnittliche Engagement und die große Leistungsbereitschaft. Auch bei der Raiffeisenbank mache sich der Fachkräftemangel bemerkbar und freie Stellen konnten noch nicht besetzt werden. Er ermunterte daher die Anwesenden, die kleine Raiffeisen vor Ort als Arbeitgeber und Ausbilder nicht zu übersehen – auch Quereinsteiger seien mittlerweile gern gesehen.

Weitere Investitionen ins Lagerhaus

Nach dem enormen Umsatzwachstum im Lagerhaus Taufkirchen konnte das Ergebnis vom Vorjahr nicht mehr erreicht werden. Fallende Preise sowie ein Rückgang bei der Menge an Raps und Düngemittel sowie zu trocknendem Mais sind dafür mitverantwortlich. So ging der Umsatz mengenmäßig um 20 Prozent auf 15080 Tonnen, betragsmäßig um 15 Prozent auf 5 Millionen Euro zurück. Nach wie vor wird weiter in das Lagerhaus und seine Mitarbeiter investiert und die Bank hofft, dass die landwirtschaftliche Kundschaft mit dem Lagerhaus vor Ort zusammenarbeitet und das Agrar-Angebot nutzt. In der Aufsichtsratswahl wurde Martin Bauer aus Flossing in seinem Amt bestätigt.

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