Mietraching/Rosenheim – „Mit dem heutigen Gesellenbrief wird der Grundstein für den Weg in ein erfolgreiches Berufsleben gelegt. Nutzt diese Möglichkeiten und ergreift die Chancen, die das Handwerk in der Zukunft bieten wird. Unsere Branche ist seit Jahrtausenden ein Grundpfeiler der Wirtschaft“ – diese Worte gab der stellvertretende Obermeister der Bauinnung Rosenheim, Rainer Küblbeck, bei der Freisprechungsfeier für die 26 frisch gebackenen Maurer-Jung-Gesellen auf ihren weiteren Berufsweg mit. Unter den Absolventen befanden sich mit Milena Karger und Vanessa Riedel auch zwei Jung-Gesellinnen.
Gratulation
vom Landrat
Im vollen „Kriechbaumer“-Saal in Mietraching hieß der Vertreter des Obermeisters Robert Daxeder neben den Azubis mit Angehörigen unter anderem auch Rosenheims Dritte Bürgermeisterin Gabriele Leicht und Vertreter von Ausbildungsfirmen, Berufsbildung und Wirtschaft und der Prüfungskommission willkommen. „Die höchsten Türme fangen beim Fundament an“ – mit diesem Ausspruch des US-amerikanischen Erfinders Thomas Alva Edison begann Landrat Otto Lederer sein Grußwort und führte weiter aus: „Ihr habt heute das Fundament für euren Berufsweg gelegt und im Namen des Landkreises und der Stadt Rosenheim gratuliere ich euch dazu. Ab heute seid ihr Fachkräfte, die wir dringend brauchen. Die Türen stehen euch offen und auch alle Wege. Ihr habt euch für einen Beruf mit Tradition, aber auch mit Zukunft entschieden. Bleibt in der Region, weil wir euch händeringend bauchen“. Abschließend dankte er den Lehrkräften und der Leitung der Berufsschule Bad Aibling („betrachten ihren Beruf als Berufung“), der Innung mit dem Prüfungsausschuss und den Ausbildungsbetrieben. Oberstudiendirektor Jürgen Ersing erklärte: „Ihr habt die Ausbildung erfolgreich durchlaufen. Ihr seid ein Jahrgang, den wir brauchen wie noch nie. Ich wünsche euch, dass ihr euren Lebensweg so erfüllt, wie ihr es euch vorgenommen habt“.
Der Berufsschul-Leiter ermunterte die Schulabgänger zudem, an die Ausbildungszeit und ihre schönen Momente zurückzudenken und wünschte ihnen beruflich und privat viel Erfolg. Anschließend sprach Rainer Küblbeck den Freisprechungs-Text, zu dem sich die Absolventen von ihren Plätzen erhoben. Nach der Übergabe der Gesellenbriefe durch ihn und der Prüfungsausschuss-Vorsitzenden Birgit Wimmer wurden die drei besten Absolventen geehrt: Den ersten Platz belegte Philip Hörmann (Firma Wagner & Spielvogel, Riedering) mit 190 Gesamtpunkten. Er war bei der Freisprechung nicht dabei wegen einer Hochzeit – seiner eigenen. Platz zwei errang Richard Schmidbauer (Firma Ziller und Sohn, Lorenzenberg) mit 184,33 Punkten knapp vor Jakob Spöck (Firma Michael Spöck, Samerberg) mit 183,33 Punkten.
Eigene Musi
zur Freisprechung
Das „Stockerl-Trio“ erhielt außerdem Geldpreise von der Schlagmann-Edmüller-Stiftung in Höhe von 500 Euro, 300 Euro und 200 Euro sowie von der Bauinnung mit 150 Euro, 100 Euro und 50 Euro. Abgerundet wurde die Freisprechungsfeier mit einer Bild-Präsentation von Oberstudienrat Christopher Gierke über die zweitägige Abschlussfahrt und die Gesellenstücke. Musikalisch zünftig umrahmt wurde die Feier von der „Freisprechungs-Musi“.