Rosenheim/Traunstein/Mühldorf – In den Regionen Rosenheim und Traunstein ist die Arbeitslosigkeit im September leicht zurückgegangen, dennoch zeigt sich die schwache Konjunktur auf dem Arbeitsmarkt. Während in Traunstein die Arbeitslosenquote auf 3,2 Prozent gesunken ist, beträgt sie in Rosenheim nun 3,0 Prozent. Trotz des leichten Rückgangs liegen die Zahlen weiterhin über dem Vorjahresniveau.
Ein „jährliches
Ereignis“
In Traunstein waren im September 9476 Menschen arbeitslos gemeldet, 298 weniger als im Vormonat. „Die leicht gesunkene Arbeitslosenquote ist ein jährliches Ereignis Anfang September“, erklärte Michael Vontra, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Traunstein. In Rosenheim sank die Zahl der Arbeitslosen um 140 auf insgesamt 9600.
Dr. Nicole Cujai, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rosenheim, sagte dazu: „Auch wenn die Arbeitslosigkeit im September leicht zurückgegangen ist, sehen wir, dass die insgesamt schwache Konjunktur auch auf dem Arbeitsmarkt in unserer Region ihre Spuren hinterlässt.“
Trotz des Rückgangs kämpfen viele Arbeitsuchende weiterhin mit Schwierigkeiten, eine Anstellung zu finden. In Traunstein stieg die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr um 764 Personen. Vontra führte den Zuwachs auf den Bereich der Arbeitslosenversicherung zurück. Ein großer Teil der Arbeitslosen ist unter 25 Jahre alt und konnte bislang keine Anschlussbeschäftigung finden. „Sonst streut der Anstieg über alle Personengruppen“, so Vontra.
Auch in Rosenheim macht sich die verhaltene Konjunktur bemerkbar. Dort wurden 700 weniger Stellen registriert als im Vorjahr. „Menschen, die eine neue Arbeit suchen, fällt dies dementsprechend oftmals schwerer“, so Cujai.
Ein Lichtblick zeigt sich auf dem Ausbildungsmarkt in beiden Regionen. Sowohl in Rosenheim als auch in Traunstein gibt es noch viele unbesetzte Ausbildungsstellen.
„Der Einstieg ist bis Jahresende in vielen Berufen noch möglich“, betonte Vontra in Traunstein. Oliver Scharbert, Teamleiter der Berufsberatung in Traunstein, fügte hinzu: „Wir haben in allen vier Landkreisen noch eine sehr gute Auswahl an Ausbildungsstellen. Ein Einstieg ist bis Jahresende immer noch möglich, wenn der Jugendliche sich hineinhängt und Biss hat.“ Auch in Rosenheim haben viele junge Menschen ihre Ausbildung begonnen, doch es gibt nach wie vor Jugendliche, die noch nach einem Platz suchen.
Dr. Cujai appelliert an die Unternehmen: „Geben Sie Frauen und Männern, die nach einer Familienphase in den Beruf zurückkehren möchten, eine Chance. Wir bieten hier vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten – auch finanzieller Natur.“
Blick in die
Landkreise
Die Arbeitslosenquoten variieren in den einzelnen Landkreisen beider Agenturbezirke. In Traunstein liegt die Quote bei 3,2 Prozent, während der Landkreis Rosenheim eine Quote von 2,9 Prozent verzeichnet. Bad Tölz-Wolfratshausen weist mit 2,3 Prozent eine der niedrigsten Quoten auf.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass trotz leichter Entspannung auf dem Arbeitsmarkt die Herausforderungen für Arbeitsuchende aufgrund der Konjunkturlage bestehen bleiben. Dennoch bleibt der Ausbildungsmarkt ein wichtiger Stabilisator für die Region.
Anm. d. Red.: Dieser Text wurde mithilfe einer künstlichen Intelligenz erstellt, von Redakteurin Eva-Maria Gruber ergänzt und auf seine Richtigkeit überprüft.