Bernau – Ein überaus schlechtes Zeugnis stellte die CSU-Mittelstandsunion kürzlich der mittlerweile zerbrochenen Ampelregierung für ihre Wirtschaftspolitik aus. Der Bezirksvorsitzende der CSU-Mittelstands-Union Oberbayern, Thomas Geppert, machte auf der Bezirksversammlung in Bernau deutlich: „Wir brauchen einen Kurswechsel in der Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik, damit das Land endlich aus der desolaten Wirtschaftslage herauskommt. Nötig sind Entlastungen für Bürger und Betriebe bei Steuern, Abgaben, Energiekosten und Bürokratie.“ Wenn es der Wirtschaft gut gehe, generiere man Einnahmen – nicht aber wenn man Steuern und Abgaben erhöhe oder durch überbordende Bürokratie die Wirtschaft gängele.
Rund 120 Unternehmer, Selbstständige und Freiberufler kamen zu dem Treffen nach Bernau. Auf völliges Unverständnis stieß bei vielen von ihnen das Bürgergeld: „Es geht um Arbeitsplätze und unseren Wohlstand“, so Geppert. Man müsse alles tun, um die Wirtschaft am Laufen zu halten. Die Suche nach Mitarbeitern hänge am seidenen Faden, der jederzeit reißen könne. Geppert: „Mit dem Bürgergeld entfällt der Anreiz zum Arbeiten und unser System der Sozialen Marktwirtschaft kommt ins Wanken.“
Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, die bei der Bezirksversammlung eine Rede hielt, mahnte ebenfalls Reformen und Anreize zum Arbeiten an: „Es kann nicht sein, dass wir Arbeit und Familie nicht unter einen Hut bringen. Das gilt vor allem für die notwendige Arbeitszeitflexibilisierung.“ Deutschland brauche Motivation zum Arbeiten. „Was wir definitiv nicht brauchen, ist ein Bürgergeld, das motiviert, zu Hause zu bleiben.“
Bei der Versammlung in Bernau setzte die Mittelstands-Union Oberbayern auch ein starkes Zeichen für die Zukunft des Mittelstands in der Region. Unter dem Leitgedanken „Stillstand ist Rückschritt – Sind Investitionen noch möglich?“ fand eine Diskussionsrunde statt, die sich mit den Herausforderungen und Chancen befasste, wie Investitionen für den Mittelstand trotz aktueller Hürden möglich gemacht werden können.
Impulse zum Thema gaben Marcel de Alwis vom Seehotel Schlierseer Hof und Andreas Schneider von Hendricks & Schwartz, die ihre Perspektiven zu einem aktuellen negativen Bürgerentscheid teilten und die Relevanz von Investitionssicherheit für die regionale Entwicklung hervorhoben.
Ein weiterer Programmpunkt der Versammlung war die Neuwahl des Bezirksvorstandes der Mittelstandsunion. Thomas Geppert wurde einstimmig als Bezirksvorsitzender wiedergewählt. „Ein klares Zeichen, dass wir auf dem richtigen Kurs sind. Jetzt gilt es, diesen Schwung mitzunehmen und den Mittelstand aktiv zu stärken. Investitionen müssen auch in Zukunft möglich sein, damit Bayern weiter floriert“, unterstrich Geppert nach seiner Wiederwahl.
Neben ihm wurden Walentina Dahms, der Bundestagsabgeordnete Andreas Lenz und der Landtagsabgeordnete Sascha Schnürer als stellvertretende Vorsitzende wiedergewählt. Für Richard J. Graßl, der nicht mehr kandidierte, wurde Anna Marx in den Vorstand gewählt.
Schatzmeister bleibt Andrew Gadhile, während Alexander Trifunovic und neu Franziska Böhnlein als Schriftführer gewählt wurden. Klaus Stöttner übernahm die Wahlleitung.