Insolvenz von „Hoffmann Propeller“ abgewendet

von Redaktion

Rosenheimer Traditionsunternehmen hat neuen Eigentümer – Zukunft von gut 50 Mitarbeitern geklärt

Rosenheim – Monatelang mussten die gut 50 Mitarbeiter des Familienunternehmens „Hoffmann Propeller“ bangen, jetzt können sie aufatmen. Die Insolvenz konnte abgewendet werden, die „Rosen Swiss Holding AG“ mit Sitz in der Schweiz hat bekannt gegeben, dass sie das Rosenheimer Traditionsunternehmen übernimmt.

„Der Kauf wurde im Rahmen eines strukturierten Verkaufsprozesses durchgeführt, der von der Quest Consulting AG geleitet wurde“, heißt es in einer Stellungnahme.

Seit über 60 Jahren ist das Luft- und Raumfahrtunternehmen in Rosenheim fest verankert. Seit 1955 gibt es das Familienunternehmen, das unter anderem durch die Arbeit mit historischen Flugzeugen bekannt ist – so stellten die Mitarbeiter bereits Propeller für Junkers Ju-52, Supermarine Spitfire oder Messerschmitt M 17 her.

Seit August 2024 schien ungewiss, wie es mit der Firma, die ihren Sitz in der Küpferlingstraße in Rosenheim hat, weitergehen soll. „Leider haben die wirtschaftlichen Herausforderungen der vergangenen Jahre, verschärft durch die Auswirkungen der globalen Pandemie, unsere finanziellen Ressourcen stark belastet“, teilte das Unternehmen damals mit. Trotz „zahlreicher Sanierungsmaßnahmen“ sei es nicht mehr gelungen, die „finanzielle Stabilität wiederherzustellen“. Damit sei der Insolvenzantrag die letzte mögliche Option gewesen.

Mit dem neuen Eigentümer ist jetzt eine Lösung gefunden. „Die Übernahme von Hoffmann Propeller hat für uns eine strategische Bedeutung“, sagt Hermann Rosen, Gründer und Inhaber der „Rosen Swiss Holding AG“. Mit dem Rosenheimer Unternehmen habe man einen Partner gefunden, der „Innovation, Qualität und jahrzehntelange Expertise vereint“.

Der neue Eigentümer sorge nicht nur für finanzielle Stabilität, sondern ermöglicht auch eine strategische Neuausrichtung. Geplant sei beispielsweise, die Produktlinie zu erweitern und das bestehende Serviceangebot synergetisch auszubauen. Auch ein neuer Standort ist im Gespräch, um dort die Produktionskapazitäten aufzubauen.

Groß ist die Freude darüber, dass die Insolvenz abgewendet werden konnte, auch bei Geschäftsführer Mark Härtenberger. Er ist seit Mai 2024 im Unternehmen tätig und glaubte immer an die Zukunft von „Hoffmann Propeller“. „Durch seine Überzeugungskraft konnte er auch die Investoren von den Zukunftsaussichten des Unternehmens überzeugen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Anna Heise

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