Trotz schwierigen Umfelds: Bilanzsumme steigt auf 1,2 Milliarden Euro

von Redaktion

Neujahrsempfang der RSA-Bank in Soyen – Umzug nach Albaching geplant

Soyen – Optimismus prägte den Neujahrsempfang des Bankhauses RSA in Soyen. Vor rund 100 Gästen stellten die Vorstandsmitglieder Alfred Pongratz und Andreas Thalmeier die positive Bilanz des vergangenen Jahres vor. Sie sprachen von einer „sehr guten Entwicklung“ der seit 125 Jahren bestehenden Bank. Oberstes Ziel bleibe die Selbstständigkeit des Unternehmens. „Trotz des schwierigen Umfelds haben wir auch in diesem Jahr wieder sehr gute Wachstums- und Ertragszahlen erwirtschaftet“, so die Bankmanager der RSA.

Das Wachstum von 19 Prozent stamme rein aus dem Kundengeschäft und lasse die Bilanzsumme auf 1,2 Milliarden Euro ansteigen. Die Investitionsbereitschaft der Kunden habe 2024 erfreulicherweise wieder leicht zugenommen, das Kundenkreditvolumen sei um 12,9 Prozent gestiegen. Bei den Kundengeldern habe man einen Zuwachs von 20 Prozent erzielt. Die Gesamtsumme aller Kundenwerte sei auf drei Milliarden Euro gewachsen, ein Plus von 16 Prozent. „Auch weil wir dank unseres guten Rufs noch immer gute neue Mitarbeiter bekommen, kann diese beachtliche Entwicklung überhaupt umgesetzt werden“, betonten die beiden Vorstände.

Hingewiesen wurde in der Präsentation auch darauf, dass das Bankhaus von der Baywa-Rettung und den Nachschussverpflichtungen nicht betroffen sei, weil keine Beteiligungen an dem Agrarhändler bestünden. Eine außerplanmäßige Bestätigung für das gute Wirtschaften habe man zudem beim Besuch von Raimund Röseler, Exekutiv-Direktor für den Geschäftsbereich Bankenaufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) im August 2024, erhalten. Bei dieser Gelegenheit habe man sich auch über den Bürokratie-Wust und die übertrieben hohe Regulierungsdichte ausgetauscht. Beim Ausblick auf das neue Geschäftsjahr stellten Pongratz und Thalmeier die Bauvorhaben der RSA in den Vordergrund: In Albaching wolle man im Frühjahr in die neuen Räumlichkeiten umziehen und in der Hauptstelle Rechtmehring sei die Fertigstellung des Erweiterungsgebäudes Ende 2025/Anfang 2026 geplant. Hier gehe es um 1100 Quadratmeter zusätzliche Büro- und Nutzfläche. Insgesamt werden mit den beiden Bauvorhaben zehn Millionen Euro in die Präsenz vor Ort investiert.

In Wasserburg werde eine bisher fremdgenutzte Gewerbeeinheit frei und damit habe das Bankhaus die Möglichkeit, ihr Büro in der Hofstatt zu einer richtigen Filiale auszubauen. Betont wurde in diesem Zusammenhang, das Dienstleistungsangebot des Bankhauses stetig zu verbessern.

Zwei Vorträge boten dem Publikum bei der Veranstaltung interessante Einblicke in andere Themenfelder. Bernhard Frohwitter, Patent-Anwalt und Gründer des Münchner Supercomputerherstellers Partec, sprach über die komplexe Welt der künstlichen Intelligenz. „Hierfür brauchen wir riesige Maschinen ohne Ende, und zwar viel, viel mehr, als wir bereits jetzt haben.“ Daran aber fehle es in Europa. „Die Welt ist abhängig von amerikanischer Infrastruktur, von amerikanischen Supercomputern“, warnte der Partec-Vorstandsvorsitzende. Auf unterhaltsame Weise vermittelte Bestseller-Autor Prof. Volker Busch seine Erkenntnisse über „mentale Gesundheit in herausfordernden Zeiten“. Ein starker Appell, neuen Mut aufzubringen und sich nicht von der Angst dominieren zu lassen.

Winfried Weithofer

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