Rosenheim – Die aktuellen Ergebnisse des Wirtschaftsbarometers Rosenheim erbrachten, nach einer Verbesserung zum Jahresende 2024, wieder eine Eintrübung in den Beurteilungen der Firmen des Wirtschaftsbarometers Rosenheim. Der Saldo aus positiven und negativen Bewertungen sank um 15 Punkte auf plus elf. Die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate veränderten sich mit minus eins kaum.
Die vergleichbaren Werte des ifo-Institutes für Deutschland verbesserten sich, so stieg die Lageeinschätzung um gut zwei Punkte auf -23,8 und die Erwartungen erreichten sogar -16, dies ist eine Steigerung um mehr als 8 Punkte. Allerdings verblieben beide Werte klar im negativen Bereich. Aufgrund der positiven Tendenzen konnte sich der aus beiden Komponennten bestehende Geschäftsklimaindex verbessern.
In der aktuellen Frage des Monats wurden die teilnehmenden Unternehmen befragt, welche für ihr Unternehmen die wichtigsten Risiken im Jahr 2025 sind.
Mit fast 80 Prozent steht die volkswirtschaftliche Entwicklung (Inflation, Geldpolitik, Rezession) klar an erster Selle. 40 Prozent nennen den Fachkräftemangel, 35 Prozent IT-, Cyber-Risiken sowie politische Risiken (32 Prozent). Gesetzgebungsänderungen beziehungsweise Änderungen in der Rechtssprechung sowie das Risiko einer Energiekrise folgen mit 23 beziehungsweise 21 Prozent.
Die Quartalsfragen zu den Planungen in Bezug auf die Mitarbeiteranzahl und Investitionshöhe der teilnehmenden Unternehmen an dieser monatlichen Umfrage der Fakultät für Betriebswirtschaft an der TH Rosenheim konnten erst etwas verspätet veröffentlicht werden.
Die Skepsis vor der weiteren Geschäftsentwicklung ist vor allem im Bereich des verarbeitenden Gewerbes und im Einzelhandel spürbar. Im verarbeitenden Gewerbe gibt jedes dritte Unternehmen an, die Mitarbeiteranzahl reduzieren zu wollen. Im September war dies nur jedes fünfte.
Dagegen stehen lediglich elf Prozent, die eine Ausweitung planen, im Einzelhandel plant dies kein Unternehmen. Nur im Dienstleistungssektor ist der Anteil der Unternehmen, die mehr Mitarbeitende einstellen wollen (20 Prozent) höher als der, die eine Kürzung beabsichtigen (sieben Prozent).
Bei den Investitionen geben 63 Prozent der teilnehmenden Einzelhändler an, die Investitionen drosseln zu wollen, im verarbeitenden Gewerbe plant dies erneut jedes dritte Unternehmen. Wieder sticht der Dienstleistungssektor heraus, bei dem konstant 27 Prozent eine Erhöhung planen und nur 13 Prozent (September 27 Prozent) eine Reduktion.