Konsum neu gedacht

von Redaktion

Schülerinnen zeigen nachhaltige Hauswirtschaft auf Traunsteiner Bauernmarkt

Traunstein – Der jährliche Welthauswirtschaftstag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Konsum neu denken“. Gerade verantwortungsbewusste Konsumentscheidungen sind in Zeiten knapper Ressourcen wichtiger denn je. Nachhaltigkeit, schonender Ressourceneinsatz und der Rückgriff auf regionale Produkte sind gefragt, ein bewusstes Konsumverhalten und die Stärkung hauswirtschaftlicher Kompetenzen sind bedeutend – beginnend bereits bei der jungen Generation. Die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung und ein hemmungsloser Konsum sind Themen, die zunehmend auch auf dem Lehrplan so mancher Lehrkräfte und Schulen stehen. Inhaltlich umfangreich werden diese gerade auch bei der Staatlichen Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung Traunstein thematisiert, umgesetzt und die Schüler dafür sensibilisiert. Auch der Hauswirtschaftstag soll dazu beitragen.

Einige Schülerinnen haben am Vormittag auf dem Bauernmarkt am Traunsteiner Stadtplatz verschiedene regional erzeugte und hergestellte Produkte wie selbst gebackenes Brot, Schmalzgebäck, Nudeln und Müsli, aber auch selbst genähte Deko, wie zum Beispiel mit Lavendel befüllte Herzen, angeboten. Selbst gemachte Aufstriche luden daneben zum Probieren ein.

Das reichhaltige Angebot, aber auch die nette Präsentation und die fachkundigen Auskünfte luden Besucher des Bauernmarktes zum Verweilen am Schulstand ein. Auch die Schülerinnen hatten sichtlich ihre Freude daran, wie beispielsweise Anna Lena Czogalla, die über den Grund für ihre Ausbildung gleich eine Lanze für ihren gewählten Berufsweg brach: „Mir gefällt es, gemeinsam zu kochen und zu gestalten, etwas Handwerkliches zu machen.“ Das bestehende Interesse für den angebotenen Fachbereich „Kinderpflege“ wurde vom Modul „Landwirtschaft“ übertroffen, dem ihr besonderes Interesse gilt. Gehen doch Haus- und Landwirtschaft wie beispielsweise bei dem Aufbau eines eigenen Hofladens oder Hofcafés oft Hand in Hand.

Fachlich am Stadtplatz vonseiten der Lehrerschaft von Ines Kristen-Ehrenlechner und Anna Senoner betreut, kamen die beiden verantwortlichen Lehrkräfte mit Marktbesuchern ins Gespräch und konnten dabei auch das Berufsbild der Hauswirtschaft und den Berufszweig der „Staatlich geprüften Assistentinnen für Ernährung und Versorgung“ vorstellen – ein Beruf, der schwerpunktmäßig von weiblichen Fachkräften ausgeübt wird, die dieser Beschäftigung später überwiegend in Betreuungseinrichtungen, in der Gastronomie oder in Privathaushalten nachgehen. „Wir wollen zeigen, dass der Beruf nicht nur mit ‚Kochen, Putzen, Waschen‘ zu tun hat.“ Geht es doch in der je nach Vorqualifikation zwei- beziehungsweise dreijährigen Ausbildung um Themen wie Speisen zubereiten und anrichten, Produkte herstellen und vermarkten oder auch Wohn- und Funktionsbereiche gestalten – 26 Schülerinnen sind aktuell in der Klasse und erlernen den praxisnahen Beruf. Und dort wolle man neben klassischen Hauswirtschaftsthemen „Nachhaltigkeit, Konsumdenken und Technologie“ vermitteln, wie Oberstudiendirektorin Kristen-Ehrenlechner betont. wz

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